Dortmund. Wie Künstliche Intelligenz (KI) im Handwerk ganz praktisch unterstützen kann, von effizienteren Abläufen über neue Kundenansprache bis zur digitalen Sicherheit, stand Ende Juni im Mittelpunkt der Veranstaltung HANDWERK goes KI der Handwerkskammer (HWK) Dortmund. Unter dem Motto „Die Zukunft beginnt jetzt – nutzen Sie sie!“ erhielten Handwerksbetriebe im HWK-Bildungszentrum Hansemann klare Orientierung, konkretes Praxiswissen und direkte Kontakte zu Expertinnen und Experten, Anbietern sowie Kolleginnen und Kollegen. Inspirierende Keynotes, neun Workshops und mehr als 50 Aussteller zeigten, wie KI und digitale Lösungen Betriebe konkret entlasten, Prozesse vereinfachen und neue Geschäftschancen eröffnen.
„KI ist kein Zukunftsthema mehr. Sie ist ein Werkzeug, das heute schon hilft, Zeit zu sparen, Fachkräfte zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Genau darum geht es bei HANDWERK goes KI: Orientierung geben, Hemmschwellen abbauen und Lösungen zeigen, die im Betriebsalltag funktionieren“, so Berthold Schröder, Präsident der HWK Dortmund. „Künstliche Intelligenz eröffnet dem Handwerk enorme Chancen, vom effizienteren Büro bis zur smarteren Baustelle. Wichtig ist, dass Betriebe den Einstieg jetzt finden und dabei verlässliche Informationen erhalten. HANDWERK goes KI bringt dafür Menschen, Wissen und Lösungen zusammen, praxisnah und auf Augenhöhe.“
Cyber Crime erstmals im Fokus
Die zweite Auflage von HANDWERK goes KI setzte neue Schwerpunkte. Neben KI-Anwendungen, Softwarelösungen, IT-Infrastruktur und digitalen Dienstleistungen stand erstmals das Thema Cyber Crime im Mittelpunkt: Wie können Handwerksbetriebe ihre digitale Widerstandsfähigkeit stärken, Angriffe früh erkennen und im Ernstfall schnell wieder arbeitsfähig werden?
Mehr als 50 Aussteller: Lösungen zum Anfassen
Mit über 50 Ausstellern bot die Veranstaltung einen breiten Überblick über die digitale Innovationslandschaft für das Handwerk: von KI-gestützten Anwendungen bis zu konkreten Tools für Büroorganisation, Baustellendokumentation und IT-Sicherheit. Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Anbieterinnen und Anbietern, Expertinnen und Experten sowie Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis.

Neun Workshops: Vertiefung und direkter Austausch
In neun Workshops erhielten Einsteigerinnen und Einsteiger ebenso wie Fortgeschrittene die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen und konkrete Anwendungsszenarien kennenzulernen.
Zwei Keynotes: Praxis, Sicherheit und Erfolgsfaktoren
Zwei zentrale Impulse prägten das Bühnenprogramm. Christoph Krause (Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk) zeigte in seiner Keynote „KI in der Praxis – Wie wir in Zukunft arbeiten werden“, wie KI bereits heute im Handwerk unterstützt – von Büroaufgaben wie Angebots- und Ressourcenplanung bis hin zu Entlastung auf der Baustelle durch Robotik und Cobots. Er rät Betriebsinhaberinnen und -inhabern, sich drei Fragen zu stellen. Wo wollen wir als Handwerksbetrieb hin? Welches Wissen brauchen wir dafür? Wie funktioniert die Transformation von A nach B? „Ihr solltet Eure Marke als Handwerker stärken und in die digitale Einfachheit investieren und wenn nötig, sucht Euch Kooperationspartner bei der Umsetzung,“ rät Krause den Messe-Besuchern. „Setzt KI nicht generell ein, sondern schaut Euch zunächst Eure Probleme im Betrieb an und entscheidet dann!“
Janis Büse (Valoon) gab in „Do’s & Dont’s aus über 100 Digitalisierungsprojekten: Was Software im Handwerk wirklich braucht“ Einblicke in Erfolgsfaktoren und Stolpersteine der digitalen Transformation. Sein Kernpunkt: Nicht die Tools allein entscheiden, sondern Datengrundlagen, schrittweises Vorgehen und eine konstruktive Fehlerkultur. Büse berichtete von seinen Erfahrungen als Software-Entwickler: „Die Technik ist nicht das Problem, aber das Verhalten. Oft kommt die Technik beim Nutzer nicht an, weil wir ihn nicht mitnehmen und die Akzeptanz fehlt. Daher müssen wir nicht nur die Software, sondern die Menschen durch Schulungen mitnehmen. Das heißt nicht, dass wir mit der Technik alle Probleme auf einmal lösen können, sondern wir starten mit einer, der größten Aufgabe und schaffen damit Akzeptanz.“
Mit der Mischung aus Orientierung, konkreten Praxisbeispielen und direktem Zugang zu Expertinnen und Experten begleitet die HWK Dortmund, Handwerksbetriebe aktiv auf dem Weg in die digitale Zukunft.
Im Messepodcast: Ein Resümee zur Veranstaltung und einen Ausblick auf die Messe im nächsten Jahr:
messepodcast.de/messen/handwerk-goes-ki
Impressionen von der Veranstaltung: