Michael Steiner (60), Fotograf

PIA EISENHUT – Holzbildhauerin

Die Bildserie in wenigen Worten:

„Ob mit der Motorsäge oder dem Schnitzeisen: Hingebungsvoll, geduldig und höchst präzise fertigt Pia Eisenhut aus einem dicken Baumstamm ihre ungewöhnlichen Figuren, hier ist es im Kundenauftrag die Skulptur „Matilda“. Es entstehen aber auch ganz gegensätzlich dazu kleine und feine Miniaturen. Das Handwerk hat die Holzbildhauerin und Lehrerin aus München an der renommierten Schnitzschule in Oberammergau gelernt. Ihr Ziel ist es, den Figuren Leben zu geben. Sobald die Figuren ein Gesicht haben, werden sie lebendig, es entsteht ein individueller Ausdruck auf den Gesichtern, wenn man nur ein kleines Detail ändert, etwa die Wangen etwas dicker macht. Kunst kann auch einfach nur schön sein, dass man sie gerne ansieht und sich daran erfreuen kann. Pia ist glücklich, wenn Sie mittels ihrer Figuren den Betrachtern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Die Herausforderung an der Arbeit mit der Kettensäge: was weg ist, ist weg! Also muss sie stets sehr konzentriert sein – es gibt da nur die Künstlerin, das Stück Holz und das Werkzeug. Alles andere rückt in den Hintergrund. Mit der Kettensäge geht alles superschnell, trotzdem kann man fein arbeiten. Die Körper behalten dann oft die Kettensägen-Struktur, nur das Gesicht wird fein ausgearbeitet. Das gibt einen tollen Kontrast. Die Schnitzeisen kommt nur für die Details zum Einsatz. Bis die Skulptur ihr endgültiges Aussehen erhält, vergehen oft mehrere Wochen.“

Wie vermitteln die Bilder die Stärke der Frau?

„Eine Kettensäge gehört gerade nicht zu den Werkzeugen, die man traditionell mit Weiblichkeit verbindet. Pia Eisenhut verkörpert das Gegenteil: Feinsinnigkeit, Emotion, Gefühl, Schönheit – auch so geht Kettensäge. Welche überaus individuellen Skulpturen und Kunstwerke sich mit diesem Werkzeug gestalten lassen, zeigt die Fotoserie über Pia Eisenhut.“