Die Bildserie in wenigen Worten:
„Das Sprichwort „Klappen gehört zum Handwerk“ stammt aus einer Zeit, in der wandernde Handwerker mit einer Klapper aus Holz auf sich und ihre Dienste aufmerksam gemacht haben. Je lauter desto besser. Denn das Werben um Aufmerksamkeit und Kundschaft diente im Mittelalter letztlich der Existenzsicherung und der „Arterhaltung“. Im übertragenen Sinne möchten der Fotograf Oliver Dietze und ich als (Klapp-) Fahrrad-Enthusiastin und -Monteurin bildsprachlich mit der Klapprad-Fotoserie „Klappe(r)n gehört zum Handwerk“ laut für das Handwerk klappern. Durch unsere farbigen Fahrradwerkstatt-Fotografien wird das Augenmerk insbesondere auf den Beruf der (Klapp-) Fahrradmonteurin gerichtet. In der sechsteiligen Fotoserie werden auf künstlerisch-konzeptionelle Weise Einblicke in eine Fahrradwerkstatt gewährt. Handwerkliche Tätigkeiten einer Fahrradmonteurin werden aus verschiedenen Blickwinkeln und im Hoch- und Querformat bebildert: Das Titelbild zeigt die Fahrradmonteurin an ihrem Arbeitsplatz mit Montage-Objekt. Die folgenden Fotografien dokumentieren die Handwerkerin beim Arbeiten am Tretlager und der Tretkurbel. Auch das Demontieren eines Laufrades und das Schrauben am Fahrrad wird illustriert. Und schließlich ergänzt eine Aufnahme im Felgenlager die Serie. Die stereotypen Farben der Requisiten sind kein Zufall. Mit Augenzwinkern wollen wir durch die Bilderserie zeigen, dass man sich (dank rosaner Arbeitshandschuhe) als Fahrradmonteurin nicht zwangsläufig die Hände schmutzig macht.“
Wie vermitteln die Bilder die Stärke der Frau?
Die Bildserie soll repräsentativ für das Fahrradmonteurinnen-Handwerk stehen. Die Fotografien ist eine selbstbewusste Klappfahrradmonteurin mit aufrechter Körperhaltung und starkem Blick zu erkennen, die weiß was sie tut, anpackt, Freude an ihrer Tätigkeit hat und nicht zerbrechlich wirkt. Durch bildsprachliche Elemente, Bildstruktur, Farben, Symmetrien und Details gewinnen die Fotografien an Tiefe, Komik und (Laut-) Stärke. Durch den Einsatz von Blitzlichtern wird das Fahrradmonteurinnen-Handwerk „in’s rechte Licht gerückt“ und die Ausübung der Monteurinnen-Tätigkeiten aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Nicht zuletzt durch das farbige Klappfahrrad werden starke Akzente gesetzt, die sich auf Frauen im Handwerk übertragen lassen. Die Bildserie zeigt, dass Frauen im (Klapp-) Fahrradmonteurinnen-Handwerk laut klappe(r)n können.“





