20.227 Betriebe im Kammerbezirk Dortmund - immer mehr Frauen gründen im Handwerk

Gründungsbereitschaft nimmt trotz Krisen zu

Kammerpräsident Berthold Schröder ©Marcel Kusch

Die Zahl der Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer (HWK) Dortmund ist auf 20.227 gestiegen. Im Vergleich zu 2021 waren zum Jahreswechsel 113 Betriebe bzw. 0,6 Prozent mehr in den Verzeichnissen eingetragen.

Besonders erfreulich dabei ist, dass diese Entwicklung gerade auch an den Existenzgründungen abzulesen ist. Mit 1.675 Existenzgründungen gab es rund 50 mehr als in 2021. Insgesamt 1.514 Betriebe wurden neu gegründet, 161 übernommen. 37,8 Prozent der Gründungen erfolgten durch Frauen – damit konnte der Spitzenwert vom Vorjahr (36,3 Prozent) noch einmal übertroffen werden. Am häufigsten gründeten Frauen im Kosmetikhandwerk (240), gefolgt von Fotografinnen (77) und Gebäudereinigerinnen (82).

 Die TOP-5-Gewerke bei Existenzgründungen:                                       

Gebäudereiniger*innen                              317
Kosmetiker*innen           248
Fotograf*innen147
Friseur*innen144
Einbau von genormten Baufertigteilen  92

Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund: „Es freut uns, dass trotz der Herausforderungen, die das Jahr 2022 für das Handwerk mit dem Ukraine-Krieg, der Materialknappheit in vielen Branchen sowie der Spätwirkungen der Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, die Gründungsbereitschaft im Kammerbezirk zugenommen hat.“

 Zulassungsfreie Handwerke (Anlage B1)

Wie in den Vorjahren haben die zulassungsfreien Handwerke (Anlage B1). mit einem Plus von 311 Betrieben bzw. 7,5 Prozent am stärksten zu dieser Entwicklung beigetragen.

Maßschneider*innen:+ 16 Betriebe / + 12,8 Prozent auf 141 Betriebe
Sattler*innen und Feintäschner*innen:+ 5 Betriebe / + 9,4 Prozent auf 58 Betriebe
Gebäudereiniger*innen: + 122 Betriebe / + 11,0 Prozent auf 1.235 Betriebe
Kosmetiker*innen:     + 112 Betriebe / + 9,1 Prozent auf 1.345 Betriebe
Fotograf*innen:      + 42 Betriebe / + 5,7 Prozent auf nun 775 Betriebe

Handwerksähnliche Gewerbe (Anlage B2)

Der Bestand der handwerksähnlichen Betriebe blieb mit einem Plus von 2 (0,1 Prozent) nahezu konstant.

Eisenflechter*innen:       + 14 Betriebe / + 16,1 Prozent auf nun 101 Betriebe

Zulassungspflichtige Handwerke (Anlage A)

Das zulassungspflichtige Handwerk verlor 200 Betriebe (- 1,5 Prozent).

Maurer*innen und Betonbauer*innen    + 37 Betriebe / + 5,2 Prozent auf nun 748 Betriebe
Straßenbauer*innen     + 10 Betriebe / + 4,4 Prozent auf nun 238 Betriebe
Elektrotechniker*innen+ 17 Betriebe / + 1,5 Prozent auf nun 1.137 Betriebe

Erklärung: Auftragsboom in der Baubranche (Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte), Ausbau von Smart-Home-Strukturen

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger*innen– 124 Betriebe / – 8,9 Prozent auf nun 1.267 Betriebe
Tischler*innen  – 10 Betriebe / – 1,7 Prozent auf nun 574 Betriebe

Erklärung zum Fliesenlegerhandwerk: Durch die Wiedereinführung der Meisterpflicht in diesem Handwerk werden die Betriebszahlen in den kommenden Jahren beständig weiter zurückgehen

Regionale Entwicklungen

Regional betrachtet war die Entwicklung im Kreis Unna (+ 47 Betriebe / + 1,6 Prozent) sowie der Stadt Hamm (+ 20 Betriebe / + 1,6 Prozent) besonders positiv. Die Stadt Bochum konnte am Jahresende eine ebenfalls überdurchschnittliche Steigerung von 1,0 Prozent (+ 30 Betriebe) vermelden. Einen Rückgang gab es lediglich – in minimalem Umfang – in den Städten Dortmund (- 7 / – 0,2 Prozent) und Herne (- 1 / – 0,1 Prozent).

Regionale Entwicklungen
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