Die Dachdecker-Meisterschule in Dortmund bietet Ihnen eine Ausbildung mit modernster technischer Ausstattung. Die praxisorientierten Schulungswerkstätten unseres Bildungszentrums erfüllen alle Ansprüche für einen optimalen Lernerfolg. In den Meistervorbereitungskursen begegnen Ihnen Fachthemen wie Bauphysik, Entwässerungstechnik und Photovoltaik ebenso wie betriebswirtschaftliche Auftragsabwicklung, Personalführung, Recht und Marketing. Sie erlernen Kreativtechniken, für das Dachdecker-Handwerk relevante Zimmererarbeiten, werden in die Maschinenkunde eingewiesen und vertiefen Ihre Kenntnisse im Bauzeichnen.
Mit dieser Ausbildung und der erfolgreich bestandenen Meisterprüfung können Sie Ihren eigenen Meisterbetrieb führen und sind top-qualifiziert für ein traditionsreiches Dachdecker-Handwerk mit Zukunft.
Praxisnahe Fachschulungen an Dachstuhl-Modellen
In unseren großräumigen Werkstätten werden Sie in kleinen Gruppen und in intensiv praktischen Übungen von erfahrenen Dozenten aus Praxis und Theorie geschult.
Lehrgangsthemen
Werkstofftechnik: Schiefer, Holz, Metall, Kunststoff – kaum ein Handwerk arbeitet mit so vielseitigen Materialien.
Dachstuhl-Modelle: Deckungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade der Schiefer-, Faserzement-, Ziegel- und sogar der Biberschwanzdeckung sowie Kehldeckungen.
Bauklempnerei: Sie üben die maßgeblichen Löttechniken, um dauerhaften und individuellen Schutz gegen Umwelteinflüsse zu gewährleisten. Bei den Schulungen in Metallfalztechniken lernen Sie die Werkstoffe für Dachdeckung, Fassadengestaltung und Dachentwässerung optimal einzusetzen.
Bauphysik: In diesem Kurs erlernen Sie alte Bausubstanzen richtig zu analysieren, Bauschäden frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Mit dem Blower-Door-Test (Gebläse-Tür-Messung) messen Sie die Luftdichtheit eines Gebäudes nach DIN EN 13829 und ermitteln dadurch Schwachstellen in der Dämmkonstruktion.
Fassaden: Fassadenbekleidungen mit der erforderlichen Dübelstatik der Unterkonstruktionen planen und entsprechende Wärmedämmungen mit groß- und kleinformatigen Bekleidungselementen ausführen.
Demonstrationen und praktische Übungen an geeigneten Dachstuhl- und Dachgauben-Modellen sowie am Flachdachmodell.
Ökologisch: Installationstechniken von Photovoltaikanlagen zur Energie- und Wärmegewinnung sind ebenso Teil der Meistervorbereitung wie die immer beliebter werdende Dachbegrünung.
Fachregeln: Sie lernen die neuesten Verlege- und Verarbeitungsrichtlinien kennen und erwerben gewerkeübergreifendes Fachwissen, das Ihnen Sicherheit im Umgang mit Bauherren, Architekten und Behörden gibt.
Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz: In Kooperation mit der Berufsgenossenschaft lernen Sie wichtige Gefährdungspotenziale auf Baustellen sowie deren zuverlässige Minimierung und Vorsorge kennen.
Das „Einmaleins“ des Chefseins: Betriebs- und Personalführung, Arbeitsvorbereitung und -abwicklung, Logistik, Kalkulation und Marketing sowie relevante Gesetze und Verordnungen
Voraussetzungen
Eine Gesellenprüfung oder eine vergleichbare Abschlussprüfung (z. B. Facharbeiterprüfung) oder der Nachweis einer mehrjährigen Berufstätigkeit in dem Handwerk, in dem die Meisterprüfung abgelegt werden soll bzw. in einem verwandten Handwerk oder in einem entsprechenden Beruf.
zusätzliche Materialkosten
Es ist mit zusätzlichen Materialkosten in Höhe von ca. 1.840,00 € während des praktischen Unterrichtes zu rechnen: Fällig innerhalb von 6 Wochen nach Kursbeginn.
Abschluss
Dieser Lehrgang schließt mit einer fachpraktischen (Teil I) und fachtheoretischen (Teil II) Prüfung ab.
Prüfung Teil I
Die Kosten für die Herstellung des Meisterstücks sind nicht in der Prüfungsgebühr enthalten. Die Herstellungskosten können materialabhängig sehr unterschiedlich ausfallen. Zu den Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt kann über das Aufstiegs-BAföG eine Förderung bis zur Hälfte der Kosten – maximal bis 2.000 Euro gewährt werden. 50 % der Förderung sind auch hier ein Zuschuss. Für den verbleibenden Teil der Fördersumme gibt es ein Angebot der KfW über ein zinsgünstiges Bankdarlehen.
Prüfungsteile III und IV
Die eigenständig anerkannten Abschlüsse zum/zur Fachkaufmann/-frau (HWK) und zur Ausbildereignung absolvieren Sie jeweils getrennt. Diese werden Ihnen dann als Teile III und IV der Meisterprüfung anerkannt. Erst wenn Sie alle vier selbständigen Prüfungsteile erfolgreich abgelegt haben, erhalten Sie Ihren Meistertitel. Bitte melden Sie sich auch für folgende Lehrgänge an:
Sie erhalten einen 50 % Zuschuss als Beitrag zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie den Kosten für das Meisterstück. Dieser Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Für die andere Hälfte der Kosten gibt es ein günstiges Darlehen bei der KfW-Bank. Wer die Prüfung besteht, dem erlässt der Staat noch einmal die Hälfte dieser Darlehens-Summe. Sie selbst tragen dann nur noch ein Viertel der Fortbildungskosten siehe Beispielberechnung.
Absolvieren Sie einen Lehrgang in Teilzeit, ist die Zuwendung einkommens- und vermögensunabhängig.
Wer einen Vollzeit-Lehrgang wählt, kann eine weitere Förderung nutzen. Der „Unterhaltsbeitrag“ – ein reiner Zuschuss, der nicht zurückgezahlt wird – unterstützt Sie in Ihrem Lebensunterhalt. Die Beitragshöhe richtet sich nach Ihrem Einkommen, Vermögen und der Familiengröße. Gerne beraten wir Sie ausführlich und unterstützen Sie bei der Antragserstellung.
Weitere Informationen auch zum Darlehen und der Unterhaltsförderungen erhalten Sie auch hier: Aufstiegs-BAföG.
Meisterprämie
Das Land NRW fördert jede erfolgreich abgelegte Meisterprüfung im Handwerk mit 2.500 €. Wo und wie Sie diesen beantragen, erfahren Sie unter Meisterprämie.