NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur im Gespräch mit Handwerkerinnen

Gemeinsamer Austausch: Frauen im Handwerk, Selbstständigkeit, Mutterschutz

(v. l. n. r.): Olesja Mouelhi-Ort (Geschäftsführerin HWK Dortmund), Helena Drexler (Auszubildende zur Zimmerin), Kerstin Feix (Vizepräsidentin HWK Dortmund), Marla Röckemann (Friseurmeisterin), NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Vivien Kleinau (Maler- und Lackierermeisterin), Inge Sparrer (selbstständige Schneidermeisterin), Caroline Brosch-Muhadjeri (Schilder- und Lichtreklameherstellermeisterin) © Sarah Rauch/ HWK Dortmund

Kammerbezirk. Die Handwerkskammer (HWK) Dortmund lud Anfang Januar zu einem wichtigen Austausch ein: Zu Gast war NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, die sich mit Handwerkerinnen aus der Region über Chancen, Herausforderungen und notwendige Verbesserungen für Frauen im Handwerk austauschte. Besonders im Fokus standen Themen wie der Mutterschutz für selbstständige Frauen, Bürokratieabbau und die Sichtbarkeit von Frauen im Handwerk.

Erfahrungsberichte aus erster Hand

Im Rahmen des Treffens hatten die Gesprächspartnerinnen die Möglichkeit, von Erfahrungen und Herausforderungen aus erster Hand zu berichten. Für die Handwerkerinnen standen dabei insbesondere der Mutterschutz für Selbstständige, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Wunsch nach einem Bürokratieabbau und einer Vereinfachung der Strukturen im Fokus. In einer offenen und konstruktiven Gesprächsatmosphäre schilderten die Teilnehmerinnen, wie komplexe Verwaltungsprozesse und fehlende rechtliche Absicherung während der Schwangerschaft ihre tägliche Arbeit erschweren. Ministerin Mona Neubaur zeigte großes Interesse an den Anliegen und betonte die Bedeutung praxisnaher Lösungen, um die Rahmenbedingungen für selbstständige Handwerkerinnen nachhaltig zu verbessern.

Ministerin Mona Neubaur betonte die Bedeutung von Chancengleichheit im Handwerk:
„Viele Frauen im Handwerk stemmen enorme Verantwortung – besonders selbstständige Frauen, wenn Familie und Beruf zusammenkommen. Ein verlässlicher Mutterschutz würde ihnen die Sicherheit geben, die sie verdienen. Dafür mache ich mich seit Langem stark. Denn gute Familienbedingungen sind eine Frage der Gerechtigkeit und ein echter Standortvorteil. Deshalb hat NRW das Thema auf meine Initiative hin in den Bundesrat eingebracht – Mutterschutz für Selbstständige ist längst überfällig.“

Kerstin Feix, Vizepräsidentin der HWK Dortmund, unterstrich die Rolle der Handwerkskammer als Impulsgeberin für mehr Sichtbarkeit:
„Der offene und konstruktive Dialog mit Ministerin Neubaur war nicht nur inspirierend, sondern auch enorm wichtig. Solche Gespräche sind essenziell, um konkrete Herausforderungen zu erkennen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die Handwerkskammer Dortmund setzt sich bereits seit Jahren aktiv dafür ein, dass Frauen im Handwerk sichtbarer werden und die Unterstützung erhalten, die sie verdienen. Gespräche wie diese zeigen, dass unsere Arbeit Früchte trägt.“

© Sarah Rauch/ HWK Dortmund

Starke Frauen. Starkes Handwerk.

Bereits im vergangenen Jahr übernahm Mona Neubaur die Schirmfrauschaft der HWK-Kampagne „Starke Frauen. Starkes Handwerk.“ Durch das Gespräch mit den Handwerkerinnen unterstrich sie nun erneut ihr großes Interesse und zeigte sich offen für einen weiteren, kontinuierlichen Austausch.

Neue Podcast-Staffel

In Kürze startet eine neue Staffel des Podcasts „Hömma, Handwerk!“ der Handwerkskammer Dortmund. Den Auftakt macht ein Gespräch mit Mona Neubaur, in dem vor allem das Thema Mutterschutz für selbstständige Handwerkerinnen besprochen wird: