Verkehr

So sind Sie gut gewappnet

Quelle: Erich Westendarp /pixelio.de

Quelle: Erich Westendarp /pixelio.de

Handwerker-Parkausweis

Der Handwerker-Parkausweis berechtigt zum Parken in Parkzonen mit den Verkehrszeichen 286 (eingeschränktes Halteverbot), 290 (eingeschränktes Halteverbot für eine Zone), 314 (Parkplatz, außer Sonderparkplatz für Schwerbehinderte) sowie an Parkuhren und Parkscheinautomaten ohne zeitliche Begrenzung und ohne Zahlung. Im Kreisgebiet Recklinghausen kann er darüber hinaus in Bewohnerparkzonen und in Fußgängerzonen genutzt werden. 

In Verbotsbereichen wird das Parken während der Reparatur- und Montagearbeiten erlaubt. Die Genehmigungen gelten nicht für das Parken am Betriebssitz.

Der Ruhrgebiets-Parkausweis kostet zur Zeit 150 Euro pro Jahr.

Der Antrag kann nur bei der Verkehrsbehörde des Firmensitzes gestellt werden. Berechtigt hierfür sind Handwerksbetriebe mit ihren Service- und Werkstattfahrzeugen. Jeder Parkausweis gilt für ein Fahrzeug sowie ein Ersatzfahrzeug – die Kennzeichen sind anzugeben. Der Parkausweis muss immer im Original mitgeführt werden und ist nicht für beide Fahrzeuge zeitgleich verwendbar. Je nach Bedarf können mehrere Parkausweise beantragt werden.

Die in Nordrhein-Westfalen ausgestellten Handwerker-Parkausweise berechtigen seit 2012 nicht mehr zum Befahren der Umweltzone Ruhrgebiet
Wie Sie einen Handwerker-Parkausweis bekommen können und wozu dieser berechtigt, wird regional unterschiedlich gehandhabt. Konkrete Angaben erhalten Sie von den entsprechenden Kommunen. Ihre Ansprechpartner zum Erwerb eines Parkausweises in den verschiedenen Kommunen können Sie der Broschüre zum Handwerker-Parkausweis im Ruhrgebiet entnehmen.

Digitaler Tachograph


 

Digitaler Tachograph

Die Fahrpersonalverordnung regelt den Einsatz des digitalen Tachographen, auch Fahrtenschreiber oder EG-Kontrollgeräte genannt. Dieser hat die vorrangige Aufgabe, Lenk- und Ruhezeiten zu erfassen. Er muss – von Ausnahmen abgesehen – in allen innerhalb der EU gewerblich genutzten Lastkraftwagen vorhanden sein.

Der digitale Tachograph ist seit dem 1. Mai 2006 durch die EU-Verordnung VO (EG) Nr. 561/2006 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge vorgeschrieben, die der Güterbeförderung dienen und deren zulässiges Gesamtgewicht einschließlich Anhänger 3,5 t übersteigt bzw. die der Personenbeförderung dienen und mehr als 9 Sitzplätze einschließlich Fahrer aufweisen, sofern diese Fahrzeuge innerhalb der AETR-Staaten gewerblich eingesetzt werden.

Der digitale Tachograph speichert in einem versiegelten Speichermodul für 365 Tage und auf einer personengebundenen Fahrerkarte (Chipkarte) für 28 Tage alle notwendigen Aufzeichnungen.

Ausnahme:
Handwerker, die zur Ausübung ihres Berufes Material, Ausrüstung oder Maschinen befördern, sind innerhalb eines Radius von 100 km um ihren Betriebssitz von der Aufzeichnungspflicht befreit. Die Befreiung greift nur, wenn das Lenken des Fahrzeugs nicht die Haupttätigkeit des Fahrers darstellt und das Fahrzeug bzw. Gespann aus Fahrzeug plus Anhänger die zulässige Gesamtmasse von 7,49 Tonnen nicht überschreitet.
 

 

Diplom-Ingenieur Siegfried Riemann

Tel.: 0231 5493–426
Fax: 0231 5493-95426
E-Mail: siegfried.riemann@hwk-do.de

Umweltzonen



Regelungen der Umweltzone

Seit dem 1. Januar 2005 gelten europaweit Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxyde. Da der Kfz-Verkehr zur Belastung der Luft mit Feinstaub und Stickoxyden in Innenstädten besonders stark beiträgt, wurden in zahlreichen deutschen Städten im Rahmen von Luftreinhalteplänen Umweltzonen mit dem Ziel eingerichtet, die Luftqualität zu verbessern, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. In die jeweiligen Umweltzonen dürfen nur Fahrzeuge fahren, die die vorgegebenen Abgasnormen einhalten und die entsprechende Plakette besitzen.

Die Regelungen der Umweltzonen gelten für Pkw sowie für leichte (z. B. Transporter) und schwere Nutzfahrzeuge (Lkw und Busse). Es gelten jedoch mehrere Ausnahmeregelungen für das Befahren der Umweltzonen ohne Plakette.

 

Umweltzone Ruhrgebiet

Im Ruhrgebiet wurde zum 1. Januar 2012 eine zusammenhängende Umweltzone eingerichtet.

 

Plakettenregelung

Bis Ende 2012 durften in dieser Zone nur Fahrzeuge mit roter, gelber oder grüner Plakette fahren. Zum 1. Januar 2013 wurde das Fahrverbot auf Fahrzeuge mit roter Plakette ausgedehnt, seit dem 1. Juli 2014 auch auf Fahrzeuge mit gelber Plakette.


Beschilderung

Verkehrsschilder mit der Aufschrift "Umweltzone" kennzeichnen das Gebiet: Auf einem Zusatzschild (unterhalb des Verkehrszeichens "Umweltzone") werden die farbigen Plaketten angegeben, mit denen die Fahrzeuge in der Umweltzone freie Fahrt haben.

 

  

 

Luftreinhalteplan Ruhrgebiet-Ost

Luftreinhalteplan Ruhrgebiet-Nord

Luftreinhalteplan Ruhrgebiet-West

 

Umweltzonen in NRW


Umweltzone Ruhrgebiet

Im Bezirk der Handwerkskammer Dortmund gibt es seit dem 1. Januar 2012 neben der zusammenhängenden Umweltzone Ruhrgebiet auch in Hagen eine Umweltzone. Diese dürfen seit dem 1. Juli 2014 nur noch von Fahrzeugen mit einer grünen Plakette befahren werden.

Das Gebiet der Stadt Herne  liegt vollständig innerhalb der Umweltzone Ruhrgebiet. Das der Städte folgenden Städte nur teilweise:
Bochum
Bottrop
Castrop-Rauxel
Dortmund
Duisburg
Essen
Gelsenkirchen
Gladbeck
Herten
Mühlheim
Oberhausen
Recklinghausen 



Mögliche Umweltzone in Erwitte

Seit 2009 werden in der Ortsdurchfahrt von Erwitte die zulässigen Stickstoffdioxid-Emissionsgrenzwerte überschritten. Die Bezirksregierung Arnsberg plant im Rahmen eines Luftreinhalteplanes die Einrichtung einer Umweltzone in Erwitte.

Um dies zu verhindern und den Kreuzungsbereich B1/B55 wirksam zu entlasten, wurde von der IHK Arnsberg ein Routenkonzept zur Umgehung des Erwitter Stadtzentrums auf unterschiedlichen Alternativrouten (PDF) entwickelt. Vor allem Fahrer von Dieselfahrzeugen ohne grüne Plakette sollten dieses Routenkonzept nutzen.


Überblick der Umweltzonen in NRW

Einen Überblick über alle Umweltzonen in Nordrhein-Westfalen erhalten Sie auf der Seite des NRW-Umweltministeriums. Mit einem Klick auf die jeweilige Stadt erhalten Sie weitere detaillierte Informationen.


Umweltzonen in Deutschland

 

Weitere Infos

Karte

Umweltzonen Bundesrepublik (Tabelle)



Schadstoffplaketten

Die Zuordnung eines Fahrzeugs zu einer Schadstoffgruppe wird durch seinen Schadstoffausstoß bestimmt. Ausschlaggebend dafür ist die Emissions-Schlüsselnummer in den Fahrzeugpapieren.

Die Schlüsselnummern finden Sie im Fahrzeugschein im Feld „Schlüsselnummern zu 1“ bzw. in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 im Feld 14.1.
 

 


Mit Hilfe der letzten beiden Ziffern der Schlüsselnummer können Sie aus der Tabelle die Schadstoffgruppe Ihres Fahrzeugs ablesen.  Die Plaketten werden von AU-Werkstätten, Prüfstellen (TÜV, DEKRA u. a.) und Kfz-Zulassungsstellen ausgegeben.

 

Ausnahmeregelungen

In Umweltzonen dürfen nur Fahrzeuge mit der jeweils zulässigen Schadstoff-Plakette fahren. Fahrzeuge, die nicht die erforderliche Plakette erhalten haben, können aber in bestimmten Fällen vom Verkehrsverbot befreit werden. Die Regelungen für die Befreiung von Verkehrsverboten in Umweltzonen sind in NRW mittlerweile einheitlich und wurden in die jeweils neu aufgestellten Luftreinhaltepläne integriert.
 
Lufreinhalteplan Ruhrgebiet-Ost
 
Hinweis: Die Nutzung des Handwerkerparkausweises als Ausnahmegenehmigung zum Befahren der Umweltzone ist zum 31.12.2011 ausgelaufen und wurde nicht mehr verlängert.

In Fällen wirtschaftlicher und sozialer Härte werden für besondere Fahrzwecke oder aus kraftfahrzeugbezogenen Gründen Ausnahmen erteilt. Hier sind immer die allgemeine Voraussetzungen und eine der besonderen Voraussetzungen zu erfüllen.

Informationen des Umweltministeriums
 

Fuhrparkregelung

Ausnahmeregelungen für Fuhrparke sollen den Umstieg auf eine schafstoffärmere Fahrzeugflotte erleichtern. Hat ein Betrieb bereits Fahrzeuge mit gelber oder grüner Plakette, kann er für Fahrzeuge mit roter Plakette befristete Ausnahmegenehmigungen erhalten.


Ausnahmen von Amtswegen

Fahrzeuge der Schadstoffklasse 3 (gelbe Plakette) sind berechtigt, grüne Umweltzonen zu befahren, wenn sie vor 2008 auf den Fahrzeughalter, das Unternehmen oder dessen Rechtsvorgänger zugelassen wurden und für sie keine technische Nachrüstung möglich ist. Eine generelle Befreiung von Amts wegen besteht u. a. für mobile Maschinen und Geräte, Arbeitsmaschinen, land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge, Krankenwagen, Baustellenfahrzeuge im öffentlichen Straßenraum, Fahrzeuge mit Überführungskennzeichen oder mit rotem Händlerkennzeichen und Oldtimer mit H-Kennzeichen.

Die Ausnahmegenehmigungen und weitere Informationen sind bei den örtlichen Straßenverkehrsämtern erhältlich.


Förderung

Die NRW.Bank und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördern Maßnahmen zur Luftverbesserung. Die NRW.Bank fördert die Anschaffung von abgasärmeren und umweltfreundlicheren Handwerkerfahrzeugen.

Weitere Informationen
 


Diplom-Ingenieur Siegfried Riemann

Tel.: 0231 5493–426
Fax: 0231 5493-95426
E-Mail: siegfried.riemann@hwk-do.de