Unser Leitbild

Der Auftrag und die Zielsetzung der Handwerkskammer Dortmund werden im Leitbild transparent gemacht. Folgende Festlegungen wurden darin getroffen: Das Handwerk im Kammerbezirk Dortmund ist ein leistungsstarker Wirtschaftsfaktor. 19.683 Betriebe, davon 11.437 in Anlage A, 4.334 Betriebe in Anlage B1 und 3.912 in Anlage B2, gehören dazu. Die Zahl aller hier im Handwerk Beschäftigten beläuft sich auf 127.199 – einschließlich der 9.949 Ausbildungsverhältnisse (Stand: 31.12.2017). Die Handwerkskammer Dortmund ist die regionale Handwerksorganisation.

Im Bezirk sind fünf Kreishandwerkerschaften: Dortmund und Lünen, Hagen, Hellweg-Lippe, Herne, Ruhr. Als Körperschaft des Öffentlichen Rechts erfüllen wir der Satzung entsprechend verschiedene Aufgaben. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder, fördern das Handwerk und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, die uns vom Staat übertragen wurden. Die Handwerkskammer Dortmund folgt dem Prinzip der demokratischen Mitwirkung aller im Handwerk Beschäftigten. Die Basis der Selbstverwaltung bildet die Mitgliederversammlung (Vollversammlung), in der Vertreter aus dem gesamten Handwerk und aus handwerksähnlichen Gewerben Beschlüsse fassen.

Die Existenzgrundlage der Handwerkskammer Dortmund sind ihrer Mitglieder – deshalb stehen sie auch im Mittelpunkt der Arbeit. Alle Tätigkeiten sind bewusst darauf ausgerichtet, den Anforderungen der Mitglieder zu entsprechen. Dies ist das Fundament unserer Partnerschaft. Zu den weiteren Organen der Handwerkskammer gehört der von der Mitgliederversammlung gewählte Vorstand. Dem Vorstand obliegt die Verwaltung der Handwerkskammer. Der Präsident und der Hauptgeschäftsführer vertreten gemeinsam die Kammer gerichtlich und außergerichtlich. Darüber hinaus gibt es vier Ausschüsse, die aus der Mitte der Vollversammlung gebildet werden. Im einzelnen sind dies der Berufsbildungsausschuss, der Gewerbeförderungsausschuss, der Finanzausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss. Als modernes Dienstleistungszentrum hält die Kammer ein großes Servicepaket bereit.

Wir bieten Informationen, Bildung und Beratung. Unser breites Leistungsspektrum ist durch hohe Qualität und Praxisnähe gekennzeichnet. Davon können die Mitglieder direkt profitieren. Das Handwerk in der Region voranzubringen, ist der Leitgedanke, dem wir als Kammer uneingeschränkt folgen. Alle Potenziale, der Dynamik des Handwerks genügend Raum für seine Entfaltung zu geben, werden konsequent ausgeschöpft.



Hoheitliche Aufgaben

Im Rahmen der wirtschaftlichen Selbstverwaltung hat der Staat der Handwerkskammer eine Reihe hoheitlicher Aufgaben übertragen. Dazu gehört insbesondere die Konkretisierung des Bildungssystems im Handwerk.

Das heißt: Die Kammer ist staatlicherseits damit beauftragt – soweit in Gesetzen oder Verordnungen nichts anderes geregelt ist, wie z.B. in Ausbildungsordnungen – Vorschriften zur dualen Berufsausbildung zu erlassen, deren inhaltliche Relevanz eindeutig aus der betrieblichen Praxis hervorgeht. Darüber hinaus stellt die Kammer über eigene Prüfungsausschüsse in Prüfungen und Beratungen die Qualität der Ausbildung sicher.

Durch Anerkennung der Ausbildungsverträge als öffentlich-rechtliche Ausbildungsverhältnisse überwacht die Kammer die Ausbildung und gibt Hilfen für Betriebe und Lehrlinge. Hierzu gehören ideelle und finanzielle Förderungen der besonders leistungsstarken wie leistungsschwachen Jugendlichen. Die Integration weiblicher Jugendlicher in die gewerblich-technische Ausbildung ist und bleibt ein wichtiges Anliegen.

Unter der Prämisse, die Qualität der Ausbildung auf gleichbleibend hohem Niveau zu gewährleisten, setzen wir als Kammer alles daran, den neuesten technischen und kaufmännischen Entwicklungen in der Berufsausbildung vollauf Rechnung zu tragen. Gesetzlichen Vorgaben entsprechend führt die Handwerkskammer Dortmund die Handwerksrolle, das Verzeichnis, in dem alle im Kammerbezirk selbständig tätigen Handwerker eingetragen sind.

Die Wahrung der damit verbundenen gewerbe- und handwerksrechtlichen Vorschriften ist Teil der vom Staat auf die Kammer übertragenen Aufgaben. Als Selbstverwaltungsorgan der Wirtschaft ist die Kammer bestrebt, die ihr vom Staat übertragenen hoheitlichen Aufgaben effektiv und mitgliederorientiert zu erfüllen. Die Vielfältigkeit und die Qualität der von ihr erbrachten Dienstleistungen soll in allen Tätigkeitsfeldern den Erwartungen der Mitglieder entsprechen.

Als rechtsaufsichtsführende Stelle über Innungen und Kreishandwerkerschaften ist die Kammer bestrebt, die regionale Aufgabenerfüllung dieser Organisationen des Handwerks unterstützend zu begleiten. Die Kammer leistet hier Hilfestellung bei der Verwirklichung regionaler Zielsetzungen und ist Bindeglied bei überregionalen Aufgabenstellungen.



Interessenvertretung

Die Handwerkskammer Dortmund ist für ihre Mitglieder da. Entschlossen vertritt sie deren Interessen – auf allen Ebenen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens. Zusammen mit den Kreishandwerkerschaften und Innungen machen wir uns für unsere Betriebe stark. Handwerkliche Stärken, Werte und Ziele deutlich in der Öffentlichkeit herauszustellen, hat oberste Priorität. Vorbehaltlos treten wir dafür ein, dass das Handwerk im Kammerbezirk Dortmund als maßgeblicher Konjunkturmotor der Wirtschaft anerkannt und entsprechend gefördert wird.

Die Öffentlichkeitsarbeit der Handwerkskammer Dortmund ist darauf ausgerichtet, dem Image des Handwerks als moderne Wirtschaftskraft prägnanten Ausdruck zu verleihen. Als Sprachrohr unserer Mitglieder wirken wir darauf hin, das Handwerk so zu präsentieren, wie es ist: leistungsorientiert, flexibel, kreativ, anpassungsfähig. Als Interessenvertreter unserer Mitglieder nutzen wir Kooperationen mit übergeordneten Verbänden dazu, der Stimme des Handwerks über die Bezirksgrenzen hinaus Gehör zu verschaffen.

Auf kommunaler, Landes- und Bundesebene gehört die Dortmunder Kammer verschiedensten Ausschüssen an, in denen sie von ihrem jeweiligen Mitspracherecht ausgiebig Gebrauch macht.

Gezielte Lobbyarbeit für die Mitglieder gehört zum Kern unserer Arbeit. Wann immer möglich, fordern wir unser Recht ein, aktiv bei der Gestaltung wirtschaftlicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen mitzuwirken. Schließlich trägt das Handwerk als richtungsweisender Wirtschaftsfaktor maßgeblich zur Attraktivität der Region bei. Kontaktpflege zu staatlichen Institutionen und Behörden gehört zum täglichen Geschäft. Hierbei fungiert die Kammer als Bindeglied zwischen ihren Mitgliedsbetrieben und staatlichen Einrichtungen.

Zu den primären Aufgaben der Handwerkskammer Dortmund als Ansprechpartner gehört es, Anregungen zu geben, konstruktive Vorschläge zu unterbreiten und Gutachten zu erstellen. Auch trägt sie zu Entscheidungsfindungen bei, etwa bei der Erstellung von Bauleitplänen. Ebenso gibt die Kammer Stellungsnahmen ab, wenn es um die Vergabe zinsverbilligter Kredite im Rahmenöffentlicher Finanzierungsprogramme oder die Übernahme von Bürgschaften durch die Bürgschaftsbank und Landesbürgschaften geht.



Wirtschaftsförderung

Bildung ist der Dreh- und Angelpunkt der Wirtschaftsförderung. Als Initiator und Ratgeber für berufliche Qualifizierung trägt die Handwerkskammer Dortmund systematisch dafür Sorge, dass eine Fülle maßgeschneiderter Bildungsangebote unterbreitet wird. Zu den ersten Adressen für handwerkliche Aus- und Weiterbildung haben sich die Bildungszentren der Handwerkskammer entwickelt. xx Als Kompetenzzentren setzen sie Maßstäbe bei der Qualifikation der im Handwerk Beschäftigten. Ein breitgefächertes Angebot an Lehrgängen, Kursen und Seminaren ermöglicht das optimale Erreichen individueller Bildungsziele. Vermittelt werden ausschließlich praxisrelevante Lerninhalte. Die dafür notwendige, regelmäßige Abstimmung mit den Betrieben ist selbstverständlich. Ob Lehrlinge, Gesellen, Meister oder Beschäftigte aus dem handwerksähnlichen Sektor – alle sind in den Bildungszentren gut aufgehoben.

Wer mit uns über Existenzgründung spricht, ist bestens beraten. Kompetente und erfahrene Fachkräfte der Kammer helfen beim Aufbau wirtschaftlich-tragfähiger Betriebe. Konstruktiv begleiten unsere Berater alle, die berufliche Unabhängigkeit anstreben. Dabei setzen wir konsequent auf ganzheitliche Betreuung: Von der Umsetzung einer erfolgversprechenden Geschäftsidee in ein aussagekräftiges Konzept bis hin zur Gründung eines Unternehmens.

Bester Beweis für das große Interesse am Thema „Selbständigkeit“ und die hohe Qualität unserer Arbeit ist die stetige Zunahme der Beratungen. Schritt für Schritt stehen unsere Berater Existenzgründern hilfreich zur Seite. Als persönlicher Ratgeber und professionelle Koordinatoren. Wenn gewünscht, auch als Mittler zu anderen Institutionen. Mit ihrem umfassenden Know-how sorgen sie dafür, dass Existenzgründer eine realistische Chance bekommen, sich am Markt langfristig zu etablieren.

Ein umfassendes Netz von Information, Beratung und Service hat die Handwerkskammer Dortmund auch im Bereich Unternehmensführung aufgebaut. Betriebswirtschaftlich gesehen geht es hier neben Fragen der richtigen Finanzierung und Personalführung auch um Qualitätsmanagement und Marketing, die zwei wichtigen Eckpfeiler moderner Unternehmenssteuerung.

Zur Optimierung von Betriebsabläufen beizutragen, entspricht unserer Auffassung von aktiver Unterstützung der Mitglieder. Konkret leisten wir dies mit Beratungsgesprächen, mit Informationsveranstaltungen und Workshops, mit der Einarbeitung individueller Konzepte auf der Basis aktueller betriebswirtschaftlicher Standards. Stets auf dem neuesten Stand technischer Betriebsführung, hilft die Kammer Handwerksunternehmen, mit den rasanten Entwicklungen komplexer Technologien Schritt zu halten. Wir betreiben Patentrecherchen, pflegen Kontakte zu Hochschulen und fördern innovative Projekte. Aber auch in Sachen Umweltschutz wissen wir weiter. Die Kammer hat sich das Ziel gesetzt, den Technologietransfer weiter zu forcieren.

Wir wirken darauf hin, die Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Hochschulen in der Region spürbar auszuweiten. Dadurch sollen vorhandene Potentiale zur Fortentwicklung und weiteren Profilierung des Handwerks besser ausgeschöpft werden. Nicht Imitation – die Förderung von Innovationen aus eigener Kraft ist die Handlungsmaxime, der die Kammer folgt.

Der verstärkten Globalisierung der Wirtschaft verschließt sich die Handwerkskammer Dortmund nicht. Im Gegenteil: Wir sind auf künftige Entwicklungen bestens vorbereitet. Besonders mit Blick auf die voranschreitende europäische Integration. Unser ausgeprägtes Engagement dient dazu, die weitreichenden Chancen internationaler Kooperationen aufzuzeigen und als Mittler bei Einzelvorhaben zu fungieren. Dank verschiedener Partnerschaften zu Kammern und Verbänden im Ausland können wir weltweit Wirtschaftskontakte herstellen. Schnell und unproblematisch. Grenzüberschreitende Kooperationen, die sich zunehmend als Element der Wettbewerbsfähigkeit erweisen, fördert die Kammer aber auch darüber hinaus. Wir informieren unsere Mitglieder beispielsweise über anstehende internationale Messen und wirken aktiv an der Ausgestaltung verschiedenster Kooperationsbörsen mit.



Unser Selbstverständnis

Wer mehr Service und Kundenorientierung anstrebt, muss den Anforderungen des Qualitätsmanagement gerecht werden. Wir tun es: In speziellen Kursen werden unsere Mitarbeiter im gezielten Umgang mit den Kunden geschult. Sämtliche Arbeitsprozesse werden besser strukturiert und effizienter aufeinander abgestimmt.

Das Qualitätsverständnis wird rundum optimiert. Leistungsstärke erreichen wir durch teamorientiertes Arbeiten. Jeden Mitarbeiter mit soviel wie möglich Entscheidungskompetenz auszustatten, erhöht das erforderliche Verantwortungsbewusstsein. Hierdurch erreichen wir: Mehr Leistung der Handwerkskammer Dortmund zum Wohle des Handwerks.



Unsere Führungsgrundsätze

Unsere Führungsgrundsätze basieren auf dem Leitsatz "Führen mit Zielen und durch Zielvereinbarung". Grundlagen sind unser Leitbild und die daraus abgeleiteten strategischen Ziele. Ein solches Führungskonzept wurde im Jahr 2008 eingeführt. Die Mitarbeiter werden in ihrem Aufgaben- und Kompetenzbereich an der Ziel- und Entscheidungsfindung beteiligt. Hierzu führt jeder Vorgesetzte mindestens einmal jährlich mit den ihm zugeordneten Mitarbeitern ein Mitarbeitergespräch durch. In diesem Gespräch werden Ziele für das nächste Jahr formuliert, Rahmenbedingungen geklärt und Methoden der Fortschritts- und Ergebniskontrolle festgelegt.

Die Verantwortung zur Erreichung der Ziele sowie die dafür benötigten Entscheidungskompetenzen werden den Mitarbeitern übertragen. Im Rahmen dieser Delegation verbleibt die Führungsverantwortung beim Vorgesetzten, während die Handlungsverantwortung auf die Mitarbeiter übergeht.

Zur Einführung des Führungskonzeptes wurden im Jahr 2008 die erforderlichen Schritte unter Federführung der Personalabteilung eingeleitet. Dazu gehörten insbesondere entsprechende Qualifizierungen für die Führungskräfte.

Führungsverantwortung heißt für uns:
  • die Voraussetzungen zu schaffen, um die vereinbarten Ziele zu erreichen
  • die Bereitschaft, in enger Kooperation und Absprache mit anderen Beteiligten die für die Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen und Entscheidungen selbständig und sachkundig zu treffen und umzusetzen
  • die Pflicht, den Vorgesetzten in geregelter Form über den Arbeitsfortschritt zu informieren und ihn bei wichtigen Ausnahmefällen einzubeziehen.
Handlungsverantwortung heißt für uns:
  • die Voraussetzungen zu schaffen, um die vereinbarten Ziele zu erreichen
  • die Bereitschaft, in enger Kooperation und Absprache mit anderen Beteiligten die für die Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen und Entscheidungen selbständig und sachkundig zu treffen und umzusetzen
  • die Pflicht, den Vorgesetzten in geregelter Form über den Arbeitsfortschritt zu informieren und ihn bei wichtigen Ausnahmefällen einzubeziehen.
Wir achten die Aufgaben- und Kompetenzbereiche der Anderen und werden an den jeweiligen Schnittstellen für eine möglichst reibungslose Koordination und Zusammenarbeit sorgen. Vorgesetzte führen durch Vorbild. Sie motivieren, indem sie die Leistungen ihrer Mitarbeiter anerkennen, selbständiges und eigenverantwortliches Handeln fördern und sie in Belastungssituationen unterstützen. Auf diese Aufgaben verpflichten wir alle Führungskräfte.

Wir erkennen die Leistung der Mitarbeiter an. Dazu haben wir eine leistungsorientierte Entlohnung eingeführt. Eine systematische und bedarfsorientierte Weiterbildung ist uns Verpflichtung und Aufgabe, mit dem Ziel, den Wissensstand jedes Einzelnen zu aktualisieren und damit die Qualität unserer Arbeit sicherzustellen. Mit der Bereitschaft aller, Neuerungen mitzuentwickeln und mitzutragen sowie den Wandel mitzuvollziehen, sichern wir gemeinsam unsere Zukunft.

Unsere Zusammenarbeit beruht auf Vertrauen, Wertschätzung, Offenheit und Kollegialität. Mit gegenseitigem menschlichem und fachlichem Respekt arbeiten wir im Team zuverlässig und konstruktiv zusammen. Aus Fehlern lernen wir und streben nach einer kontinuierlichen Verbesserung.