03. März 2018 „Voraussetzungen für Zukunftschancen schaffen“


„Der Meister ist nicht einfach nur ein Titel. Er ist ein Qualitätssiegel, das überall auf der Welt Anerkennung genießt.  Sie haben lange darauf hingearbeitet, um heute hier zu stehen. Das möchten wir heute mit Ihnen zusammen feiern.“ Mit diesem Worte begrüßte Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, 448 Junghandwerker bei der HWK-Meisterfeier im Konzerthaus Dortmund.
 
Die 108 Frauen und 340 Männer aus ganz Deutschland haben im vergangenen Jahr ihre Meisterprüfung erfolgreich bei der HWK Dortmund abgelegt. Dafür wurden sie von über 1.000 Gästen gebührend gefeiert.
 
Zu den ersten Gratulanten gehörte neben zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Bildung auch der Ministerpräsident des Landes NRW, Armin Laschet. In seiner Rede beschrieb er das Handwerk als eine der wichtigsten Stützen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. „Für das Handwerk mit seinen mutigen Unternehmerinnen und Unternehmern, qualifizierten Beschäftigten und engagierten Auszubildenden will die Landesregierung bessere Voraussetzungen für Wachstum und Zukunftschancen schaffen.“ Der Ministerpräsident betonte: „Der Meistertitel ist ein international angesehenes Gütesiegel für ausgezeichnete fachliche Fähigkeiten. Darauf können die Jungmeisterinnen und Jungmeister sehr stolz sein. Ihnen stehen nun alle Wege offen.“
 
Kammer-Präsident Berthold Schröder betonte in seiner Begrüßung, dass die berufliche Bildung genauso wertvoll sei wie die akademische. Man brauche beide Systeme als gleichberechtigte Partner. Sein Appell: „Das Ausbildungssystem, mit dem Meister an der Spitze, muss erhalten bleiben.“ Dabei gelte es, mit Vorurteilen aufzuräumen und der dualen Bildung die Anerkennung zu verschaffen, die sie verdiene. Entsprechende Anreize zu setzen, so der Kammer-Präsident, sei eine der Aufgaben, die man zusammen mit der Politik lösen müsse.
 
Auf das Ende Februar verkündete Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Dieselfahrverboten ging Schröder ebenfalls ein. „Wir halten Fahrverbote nach wie vor für den falschen Weg, dennoch begrüßen wir es, dass das Urteil im Falle einer Umsetzung von Fahrverboten Übergangsfristen und Ausnahmen vorsieht“, so der Kammer-Präsident. Er betonte die Wichtigkeit der Gewährleistung eines verlässlichen Bestandsschutzes für handwerkliche Fuhrparks im Rahmen der üblichen Nutzungsdauer.
 
Zum Schluss forderte Schröder die Meisterinnen und Meister auf, Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, eigene Wege zu gehen und Dinge aktiv mitzugestalten. „Egal, für was Sie sich entscheiden, wir von der Handwerkskammer Dortmund unterstützen Sie auf Ihrem Weg. Haben Sie Mut und blicken Sie optimistisch in die Zukunft. Sie selbst haben die Möglichkeit, etwas zu verändern. Machen Sie Gebrauch davon.“

Video-Tipp: Den Film zur Meisterfeier 2018 gibt es auf dem YouTube-Kanal der Handwerkskammer Dortmund zu sehen.