31. Juli 2019 Unternehmensbestand im ersten Halbjahr gestiegen


Foto: © HWK Dortmund

Der Gesamtbetriebsbestand der Handwerkskammer (HWK) Dortmund hat sich in der ersten Jahreshälfte 2019 um 107 auf 19.786 Betriebe erhöht. Den deutlichsten Zuwachs gab es bei den zulassungsfreien Handwerken mit nun 4.542 Unternehmen (+85 bzw. +1,9%). Bei den handwerksähnlichen Gewerken hat sich die Zahl der Betriebe auf 3.898 erhöht (+54 bzw. 1,4%). Einzig bei den zulassungs-pflichtigen Handwerken gab es einen Verlust von -32 auf jetzt 11.346 Unternehmen (-0,3%).
 
Die Zahl der Neugründungen und Übernahmen hat sich im Jahresvergleich leicht positiv entwickelt. Insgesamt 863 Handwerksbetriebe wurden im ersten Halbjahr 2019 gegründet oder übernommen (+20). Dabei wurde einzig im handwerksähnlichen Gewerbe ein positives Unternehmenswachstum verzeichnet (+44). Bei den zulassungspflichtigen Gewerken wurden 22 Betriebe weniger gegründet als im Vorjahreszeitraum (-7,7%), bei den zulassungsfreien zwei (-0,6%).
Bedauerlich ist der Rückgang der Gründerinnen im zulassungspflichtigen Handwerk und handwerksähnlichen Gewerbe. Lediglich bei den zulassungsfreien Handwerken haben mehr Frauen ein Unternehmen angemeldet (+2,5%). Menschen mit ausländischem Pass haben vor allem im zulassungsfreien Handwerk (+2,2%) und handwerksähnlichen Gewerbe gegründet (+5,5%).
 
Kammer-Präsident Berthold Schröder: „Der Betriebsbestand hat sich auch in diesem Jahr positiv entwickelt. Vor dem Hintergrund, dass in den kommenden fünf Jahren jedoch rund ein Viertel aller Betriebe im Kammerbezirk zur Übergabe ansteht, wollen wir noch intensiver für Betriebsübernahmen und Neugründungen werben. Nur so können wir den Betriebsbestand stabil halten. Derzeit ist die Konjunktur gut – die passendste Zeit, sich selbstständig zu machen.“
 
Anlage A (zulassungspflichtige Handwerke)
Während der Bau-Boom den Dachdeckern einen Betriebszuwachs bescherte (+11 Unternehmen / 2,3%), gab es im Elektro- und Metallgewerbe Verluste. Sieben Betriebe wurden bei den Metallbauern in der ersten Jahreshälfte aufgegeben (-1,5%). Bei den Elektro-technikern waren es sogar 12 (-1,1%).
Im Lebensmittelhandwerk lief es ebenfalls nicht gut. Besonders der Konkurrenzdruck durch Supermärkte und Discounter macht den Gewerken zu schaffen. Acht Bäckereien (-4,5% / jetzt 169) und sieben Fleischereibetriebe (-4,2% / jetzt 158) wurden aufgegeben. 
 
Anlage B1 (zulassungsfreie Handwerke)
Wie auch in den Jahren zuvor haben die Fotografen (+45 Betriebe) und Gebäudereiniger (+47 Betriebe) deutlich zugelegt. 588 eingetragene Unternehmen sind es nun bei den Fotografen und 885 bei den Gebäudereinigern. Weniger erfreulich sah es hingegen bei den Maß-schneidern aus. Hier wurden zehn Betriebe gelöscht (jetzt 124 / -7,5%).
 
Anlage B2 (handwerksähnliche Gewerbe)
Die Kosmetiker haben mit insgesamt 1.052 Betrieben einen Zuwachs von 4,7% erreicht (+47), im Bestattungsgewerbe stieg die Zahl der Betriebe auf insgesamt 192 (+2,1%).
 
Entwicklungen in den Regionen
Die Zahl der Handwerksbetriebe ist besonders in
Dortmund (+78 / +1,8%) und Herne (+21 / +1,7%) gewachsen. Auch in Bochum (+20 / +0,7%) und Hagen (+14 / +0,9%) ist der Gesamt-betriebsbestand gestiegen. In Hamm wiederum wurden mehr Betriebe gelöscht als gegründet (-30 / -2,4%). Im Ennepe-Ruhr Kreis (+1 / 0,0%) sowie dem Kreis Soest (+5 / +0,2%) gab es leichte Zuwächse, im Kreis Unna wurden zwei Betriebe gelöscht (-0,1%).