Aufbruch: Ruhr Forum Handwerk am 4. September in Essen

Ende 2018 schließen die letzten beiden Zechen. Der Bergbau im Ruhrgebiet wird damit Geschichte sein. Das Handwerk hat einen ersten Vorstoß zur Debatte über die Zukunft der Region unternommen.

Zeche Zollverein

© Joerg Steber / shutterstock.com

Die drei Handwerkskammern Düsseldorf, Dortmund und Münster sowie die elf Kreishandwerkerschaften des Ruhrgebiets laden zu einem ersten Ruhr Forum Handwerk ein.
 

Dienstag, 4. September 2018, ab 18 Uhr,
Erich-Brost-Pavillon, Zeche Zollverein in Essen


NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Stephan Holthoff-Pförtner, der im Kabinett die Federführung in Sachen Ruhrgebiet hat, wird dort zum Impulsvortrag erwartet. Auch die Direktorin des Regionalverbands Ruhr (RVR) Karola Geiß-Netthöfel und der Oberhausener Oberbürgermeister Daniel Schranz haben ihr Kommen zugesagt und werden unter Leitung von WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock mit dem Handwerk über die Perspektiven der Region diskutieren.
 

Leitvorstellungen des Handwerks

Gemeinsam haben die Handwerksorganisationen konkrete Leitvorstellungen entwickelt. „Im Ruhrgebiet hat man zu lange auf große Lösungen und auf politische Lenkung gesetzt. Wir brauchen nun einen Aufbruch zu einer selbstbewussten und vielfältigen Mittelstandsregion. Wir brauchen an der Ruhr mehr Freiraum für Unternehmertum und müssen dezentrale Strukturen stärken“, betonen die drei Kammerpräsidenten Andreas Ehlert (Düsseldorf), Berthold Schröder (Dortmund) und Hans Hund (Münster). „Das Handwerk im Ruhrgebiet steht mit seinen 45.000 Betrieben, 282.000 Erwerbstätigen inklusive 19.000 Auszubildenden, die knapp 27 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften, als starker Partner bereit, um Zukunftsthemen wie Wohnungsbau, Mobilität, Energietechnik der Region Ruhr anzupacken. Dafür müssen die politischen Rahmenbedingungen durch Land, Region und Kommunen mittelstandsfreundlicher gestaltet werden“, so die Kammerpräsidenten weiter.
 

Berufliche Bildung im Fokus

Um die Wachstums- und Innovationskräfte der Region zu stärken, richtet das Handwerk ein besonderes Augenmerk auf die berufliche Bildung. „Ein breit verankerter Mittelstand und eine exzellente Berufsbildung sind die beste Basis, um möglichst vielen Menschen einen Weg in den Arbeitsmarkt zu bahnen und zukunftsträchtige Branchen und Technologien in der Region zu stärken“, geben sich Ehlert, Schröder und Hund überzeugt.

Das politische Positionspapier der Handwerksorganisationen sowie das Veranstaltungsprogramm finden Sie unter "Downloads".
 

Adresse + Anfahrt

UNESCO-Welterbe Zollverein, Kohlenwäsche (A14)
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

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