26. Juni 2015 Hart im Nehmen und stark im Team


85 Gerüstbaulehrlinge im BZ Hansemann freigesprochen

Sie stehen ihren Mann bei Wind und Wetter: die Gerüstbauer. 85 von ihnen wurden heute im Bildungszentrum Hansemann (BZH) der Handwerkskammer (HWK) Dortmund freigesprochen. Einer alten Tradition folgend entließ man die ehemaligen Lehrlinge aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein mit drei symbolischen Hammerschlägen in den Gesellenstand.

„Die Jungs haben in den vergangenen drei Jahren ihrer Ausbildung gezeigt, dass sie hart im Nehmen sind“, sagt Jörg van Husen, Gerüstbauermeister und Ausbilder im BZH. „In diesem Gewerk arbeitet man nämlich nicht nur bei strahlendem Sonnenschein, sondern auch bei sehr schlechten Witterungsbedingungen in großen Höhen.“ Jeder der frisch gebackenen Gesellen habe nicht nur seine fachliche Kompetenz bewiesen, sondern auch seine soziale: „Da oben muss sich jeder auf den anderen verlassen können. Teamwork ist darum lebenswichtig.“

Zum Lohn für ihre Mühen erhielten die Jugendlichen den lang ersehnten Gesellenbrief. Das besondere Highlight: Die Urkunden wurden von Gerüstbaumeister und Ausbilder Aziz Timilli persönlich abgeliefert, der sich dazu extra von der zwölf Meter hohen Decke des Veranstaltungssaals abseilte. Zusätzlich erhielt jeder Geselle ein T-Shirt der Imagekampagne des Deutschen Handwerks mit dem Slogan „Ärmel: Hoch  Brust: Raus  Pack mit an!“

Van Husen bedankte sich bei der Freisprechung ausdrücklich bei der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes für ihr Engagement in der Förderung der beruflichen Aus- und Fortbildung. Rund 30.000 Euro pro Person habe man in die Ausbildung investiert.

Zwei junge Handwerker wurden mit dem Ehrenpreis der Münchener Dinser-Stiftung ausgezeichnet. Maximilian Uhl aus Hamminkeln (Ausbildungsbetrieb: Gregor Uhl Gerüstbau) erhielt einen Preis in Höhe von 500 Euro für die beste Gesellenprüfung. Steffen Müschen aus Wedemark (Ausbildungsbetrieb: A1 Gerüstbau GmbH) wurde für sein herausragendes soziales Engagement mit einem Preis in Höhe von 250 Euro bedacht.