19. Mai 2015 Handwerk weiterhin auf Erfolgskurs


Präsentation der Konjunktur-Umfrage für das Frühjahr 2015

Das Stimmungshoch im Handwerk ist stabil: 86 Prozent der befragten Unternehmen im Kammerbezirk sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden (Frühjahr 2014: 83 Prozent). Das belegt die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer (HWK) Dortmund.  Wie schon vor einem Jahr erwarten 92 Prozent der Unternehmen für die kommenden Monate eine positive Entwicklung ihrer Geschäftslage.

„Ein Motor des Aufschwungs ist die anhaltend positive Auftragslage im Bauhauptgewerbe. Aufgrund eines erneut milden Winters wurde weitgehend durchgearbeitet. So konnten Aufträge abgeschlossen und Rechnungen geschrieben werden“, sagt der Präsident der HWK Dortmund, Berthold Schröder (90 Prozent sind mit ihrer wirtschaftlichen Situation zufrieden; Frühjahr 2014: 85 Prozent). Dadurch sei die Liquiditätssituation der Unternehmer entlastet worden.

Auch im Ausbaugewerbe lasse die Dynamik nicht nach, so der HWK-Präsident (92 Prozent der Unternehmen sind zufrieden; Frühjahr 2014: 87 Prozent). „Das historisch niedrige Zinsniveau und sichere Arbeitsplätze fördern die private Nachfrage nach Bau- und Ausbauleistungen.“

Den Personenbezogenen Dienstleistern geht es gut. 80 Prozent berichten von wirtschaftlich erfolgreichen Monaten (Frühjahr 2014: 74 Prozent). Ganze 92 Prozent sehen dem kommenden Halbjahr positiv entgegen – 12 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Auf hohem Niveau eingependelt hat sich die Situation im Gesundheitsgewerbe, gestützt durch die privaten Kaufkraftzuwächse. 85 Prozent bewerten ihre Geschäftslage positiv (Frühjahr 2014: 84 Prozent). Der Nahrungsmittelsektor profitiert mit 81 Prozent von der weiterhin guten Binnennachfrage (Frühjahr 2014: 78 Prozent) und auch die Lage im Kfz-Gewerbe ist stabil. Derzeit seien 79 Prozent der Unternehmen mit ihrer Situation zufrieden (Frühjahr 2014: 80 Prozent). 88 Prozent gehen von einer guten Entwicklung aus.

Regional gesehen ist die Stimmung vor allem in den Bezirken der Kreishandwerkerschaften Herne und Ruhr gut – 87 Prozent sind mit ihrer Lage zufrieden. In den KH-Bezirken Hellweg-Lippe und Hagen sind es 85 Prozent. Am besten ist die konjunkturelle Lage indes im Großraum Dortmund. Hier bewerten 88 Prozent ihre Situation positiv.

Der HWK-Präsident blickt optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf: „Ich hoffe, dass die Handwerksbetriebe dank der guten Konsumlaune der Verbraucher und der ungebrochen hohen Nachfrage nach Wohneigentum ihren Wachstumskurs halten können.“
 

Die Konjunkturindikatoren im Überblick

Beschäftigte: 15 Prozent der Betriebe haben Personal eingestellt (Frühjahr 2014: 12 Prozent), bei 67 Prozent blieb die Mitarbeiterzahl stabil. Für die folgenden Monate rechnen 93 Prozent mit einer guten Entwicklung (Frühjahr 2014: 91 Prozent).

Investitionen: 81 Prozent der Betriebe haben in gleichem Umfang oder auch mehr investiert (Frühjahr 2014: 80 Prozent). Für die kommenden Monate signalisieren dies 84 Prozent der Unternehmen (Frühjahr 2014: 80 Prozent).

Aufträge: 76 Prozent der Unternehmen registrierten steigende oder gleichbleibende Auftragseingänge (Frühjahr 2014: 70 Prozent). 90 Prozent erwarten eine Stabilisierung bzw. Verbesserung (Frühjahr 2014: 88 Prozent).

Preise: Höhere Preise konnten 25 Prozent durchsetzen (Frühjahr 2014: 23 Prozent). Bei 62 Prozent sind sie gleichgeblieben. Bis zum Herbst hoffen 17 Prozent der Betriebe, steigende Produktionskosten durch höhere Preise kompensieren zu können (Frühjahr 2014: 23 Prozent).

Umsatz: 75 Prozent der Unternehmen registrierten im vorigen Halbjahr stabile oder steigende Umsätze (Frühjahr 2014: 70 Prozent). Auf eine weiterhin positive Entwicklung hoffen 88 Prozent der Unternehmen (Frühjahr 2014: 87 Prozent).

Die präsentierten Ergebnisse basieren auf einer halbjährlich von der HWK Dortmund durchgeführten Konjunkturumfrage, bei der rund 4.000 repräsentativ ausgewählte Unternehmen aus dem Kammerbezirk befragt werden. Darin werden die Betriebe um Auskunft hinsichtlich Geschäftslage, Beschäftigtenentwicklung, Auftragslage, Verkaufspreise und Investitionen gebeten. Der Rücklauf dieser Umfrage betrug 25,5 Prozent (1.018 Antworten).