07. Oktober 2019 Spitzentreffen von Handwerk Region Ruhr mit den Evangelischen Kirchen


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Zu einem Meinungsaustausch über die Perspektiven der Region Ruhr konnten die Präsidenten der Handwerkskammern Dortmund, Düsseldorf und Münster, Berthold Schröder, Andreas Ehlert und Hand Hund Spitzenvertreter der evangelischen Kirchen der Region begrüßen – an der Spitze die beiden Präsides Annette Kurschus von der Evangelischen Landeskirche in Westfalen und Manfred Rekowski von der Landeskirche im Rheinland.
 
Das Treffen fand in der Schornsteinfeger-Akademie in Dülmen statt, wo sich die Teilnehmer ein Bild von Qualifikationsstrukturen und Innovationsprozessen in einem traditionsreichen Handwerk machen konnten. Nach Impulsvorträgen des Regionalökonomen Klaus-Heiner Röhl vom Institut der deutschen Wirtschaft und des Sozialethikers Traugott Jähnichen von der Ruhr-Universität Bochum bekräftigten beide Seiten die große Affinität des Handwerks zum protestantischen Berufsethos. Um die Region Ruhr nach vorne zu bringen, kommt es nach Ansicht beider Seiten darauf an, jungen Menschen durch Bildung und Qualifizierung den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu ebnen und mittelständische Strukturen als Grundlage für eine unternehmerisch geprägte Verantwortungs- und Innovationskultur zu stärken. Beide Seiten zeigten sich mit den Projektvorschlägen aus den Ruhr-Konferenzen der Landesregierung unzufrieden: „Da ist wenig dabei, was die Region Ruhr wirklich voranbringt. Das Ruhrgebiet schaut immer noch zu sehr in den Rückspiegel und hält an Strukturen fest, die nicht zukunftsträchtig sind, “ betonte der Präsident der Handwerkskammer Dortmund, Berthold Schröder. „Symptomatisch dafür ist, dass der Regionalverband Ruhr bei der Regionalplanung einen Offenbarungseid geleistet hat: Der gescheiterte Entwurf bot schlichtweg keine Antwort auf den eklatanten Mangel an Gewerbeflächen, unter dem auch das Handwerk leidet.“





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