30. Oktober 2019 „Arbeit gibt Stabilität im Alltag“


© HWK Dortmund/Sarah Hanke

Acht Unternehmen aus Dortmund haben Langzeitarbeitslosen eine neue Lebensperspektive geschenkt. Darunter sind auch die beiden Handwerksbetriebe Hausmeister-Service Winski und BOSS Elektromaschinen und Pumpentechnik GmbH. Sie wurden am Dienstag im Rahmen der dritten Arbeitgeber-Ehrung der „Arbeit in Dortmund“ für ihr Engagement geehrt.

„Diese Arbeitgeber stehen beispielhaft für viele andere, die Menschen eine Chance gegeben haben, obwohl sie schon sehr lange aus dem Arbeitsleben raus sind“, sagte Dr. Regine Schmalhorst, Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund. Vor vier Jahren wurde die Initiative „Arbeit in Dortmund“ mit dem Ziel gegründet, Langzeitarbeitslosigkeit in Dortmund zu reduzieren. Mit Hilfe des Teilhabechancengesetzes konnte mehr als 750 Personen, die langzeitarbeitslos waren, eine neue Perspektive gegeben werden, berichtete sie. 16 Bündnispartner haben sich der Initiative angeschlossen. Darunter ist auch die Handwerkskammer (HWK) Dortmund. Hauptgeschäftsführer Carsten Harder, ermutigte in seiner Rede dazu, es den acht ausgezeichneten Unternehmen gleich zu tun: „Dadurch, dass Sie gezielt Arbeitslose rekrutieren, können Sie Ihre Auswahlposition für freie Stellen in Zeiten des allgegenwärtigen Fachkräftemangels erheblich erweitern.“ Zugleich würden sie ihr soziales Ansehen als Arbeitgeber steigern, indem sie erwerbslosen Menschen eine neue berufliche Perspektive eröffnen.
 
Mit BOSS Elektromaschinen und Pumpentechnik GmbH war auch ein Handwerksbetrieb unter den acht Preisträgern. Der am Dortmunder Hafen ansässige Betrieb existiert seit über 30 Jahren und beschäftigt 55 Mitarbeiter. Geschäftsführer Andreas Dönges hat im Rahmen des Teilhabechancengesetzes einem langzeitarbeitslosen Menschen eine Vollzeitbeschäftigung in seinem Betrieb ermöglicht. „Dabei spielen Vermittlungshemmnisse und viele Jahre der Arbeitslosigkeit keine Rolle. Lernbereitschaft und Motivation zählen“, so Volker Walters, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Für sein Engagement für Langzeitarbeitslose wurde ebenso der Hausmeister-Service Winski geehrt. 1995 als Ein-Mann-Unternehmen gestartet, hat sich der Betrieb zu einem führenden Anbieter für Hausmeisterservices in ganz NRW entwickelt. „Der Betrieb wurde seiner gesellschaftlichen Verantwortung als Arbeitgeber gerecht, als er einer älteren Frau mit multiplen Vermittlungshemmnissen eine Chance auf Beschäftigung gegeben hat“, sagte Gabor Leisten, Leiter der HWK-Unternehmensberatung. Er meinte, es wäre schön, wenn mehr Unternehmen die Potenziale älterer Menschen erkennen und ihnen eine Chance auf Beschäftigung gäben. Leisten: „Arbeit gibt Stabilität im Alltag und sichert eine würdevolle Existenz.“