01. August 2018 Neuer Digitalisierungsschub für Ausbildung im Handwerk


Foto: © HWK Dortmund

Die Ausbildung im Handwerk wird immer digitaler. Vor allem in der Überbetrieblichen Unterweisung, im Bildungszentrum Soest der Handwerkskammer (HWK) Dortmund. Der Grund: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt aus seinem Sonderprogramm „ÜBS-Digitalisierung“ Fördergelder in Höhe von 196.107,81 € für die Bereiche KFZ und Schweißen bereit. Zur offiziellen Übergabe des Förderbescheids war Bildungsstaatssekretär Thomas Rachel nach Soest gekommen.
„In fast jedem Beruf ist heute digitales Wissen gefragt. Daraus entstehen geänderte und auch völlig neue Anforderungen an unsere Fachkräfte. Hierfür müssen wir sie schon in ihrer Ausbildung fit machen“, so Bildungsstaatsekretär Thomas Rachel. Er betonte: „Von einer hochwertigen und modernen Qualifizierung profitieren in erster Linie die jungen Menschen selbst – die berufliche Bildung bietet ihnen attraktive Qualifizierungs- und Karrierewege. Aber auch für die Betriebe der Region bringen gut qualifizierte Fachkräfte einen enormen Mehrwert.“
„Die überbetriebliche Unterweisung wird damit einen intensiven Modernisierungsschub erfahren: So können jetzt für die angehenden Schweißer ein Trainer-System und Schweißinverter angeschafft werden. Im KFZ-Bereich sind es vor allem neue Diagnosegeräte und PCs, inklusive Branchensoftware, die den Schulungsstandard in unseren Werkstätten auf ein neues Level heben“, sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Ernst Wölke. Er dankte dem Bundesbildungsministerium für diese Unterstützung zur Finanzierung neuer Techniken; ergänzend dazu werde die Kammer knapp 22.000 € an Eigenmitteln beisteuern. Wölke betonte, dass die Mittel passgenau investiert würden.
Bei einem Rundgang überzeugte sich der Staatssekretär davon, wie digital angehende Handwerker während der Überbetrieblichen Unterweisung in Soest geschult werden. Wölke: „Wir sind auf die digitale Bildungszukunft gut vorbereitet.“ Für die Bereiche KFZ und Schweißen sei dank der Unterstützung des BMBF eine optimale Lösung gefunden worden. Das wünsche man sich auch für die übrigen Werkstätten des in Kooperation mit einigen Kreishandwerkerschaften vor zwei Jahren gegründeten Bildungsverbunds. „Es geht sicher nicht alles auf einmal, aber als eine der führenden Digitalisierungs-Kammern im Land setzen wir natürlich Vieles daran, den Schulungsalltag weiter zu optimieren.“

Foto: Ernst Wölke, Hauptgeschäftsführer HWK Dortmund, Thomas Rachel, Bildungsstaatssekretär, Hans-Jürgen Thies, MdB, CDU-Kreisvorstand Soest, Ludger Westermann, stv. Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe (v.l.)