13. Mai 2019 Meisterschüler zeigen Prüfungsarbeiten


Der Meisterkurs an der Kicker-Bar Sebastian Wächter (l.) mit Ausbilder Werner Ferber (6.v.r.) und Martin Schneider (7.v.l.), Vorsitzender der Meisterprüfungsausschusses der Tischler.

„Präzision, Technik und Ästhetik vereinen sich in den Ausstellungsstücken, die uns von zwölf angehenden Tischlermeistern an diesem Wochenende präsentiert wurden.“ Zum Auftakt der Ausstellung „Meisterstücke“, die am Wochenende im HWK-Bildungszentrum Hansemann stattfand, ließ Kammer-Präsident Berthold Schröder es sich nicht nehmen, den Meisterschülern für die hervorragenden Arbeiten seine Anerkennung auszusprechen. Obendrein feiere man mit der Werkschau eine kleine Premiere. Denn: „Zum ersten Mal seit über zehn Jahren bietet die HWK Dortmund wieder einen Meisterkurs im Tischlerhandwerk an.“
 
Schröder: „Der große Befähigungsnachweis ist das höchste Qualitätssiegel im Handwerk, das überall auf der Welt Anerkennung genießt. Aus diesem Grund haben wir die Tischler-Meisterschule wieder ins Leben gerufen.“ Wer sich für den Meister entscheide, so der Kammer-Präsident, der gehöre zu den Besten. „Genau das spiegelt sich in den präsentierten Arbeiten wider.“
 
Für Thomas Rademacher, Präsident des Bundesverbandes des deutschen Tischler- und Schreinerhandwerks,  ist der Erwerb des Meisterbriefs eine wichtige Grundlage auf dem Weg in die Selbstständigkeit. „Etwa 40 Prozent aller Betriebe in Deutschland, so auch im Tischlerhandwerk, stehen in den nächsten 10 Jahren zur Übergabe an. Diese ist jedoch in den seltensten Fällen geregelt. Daher bietet die bestandene Meisterprüfung für junge Tischlerinnen- und Tischler beste Aussichten durch Übernahme eines bestehenden Betriebes und den Schritt in die Selbstständigkeit langfristig beruflich erfolgreich zu sein.“
 
Bei der Ausstellung wurden unter anderem eine Wickel-Schreibtischkombination, Sideboards und ein Esszimmerschrank gezeigt. An den Prüfstücken arbeiteten die angehenden Meister 15 Tage.