28. Juni 2017 Handwerk-Aktion mit YouTube-Stars gegen Nachwuchsmangel


Die Schülerinnen Giulia (l.) und Sophie (r.) mit HWK-Präsident Berthold Schröder und KH-HGF Detlef Schönberger (v.l.)

„3, 2, 1 los!“ – mit diesen Worten eröffnen die Zehntklässlerinnen Maike Broecher und Charlotte Stumm der Christian-Rohlfs-Realschule heute um 9 Uhr Deutschlands größten Abschluss-Streich 2017 in der 50.000-Einwohnerstadt Soest. Mehr als 600 Schülerinnen und Schüler strömen auf das Schulareal, auf dem eine Spring-Break-Party im echten Miami-Beach-Flair auf sie wartet: 120 Tonnen Sand, verteilt auf einer Fläche von 900 Quadratmetern, ein Rettungsschwimmerturm mit einer Höhe von fast sieben Metern, unzählige große Palmen und Liegestühle, eine Bar im Beach-Look. Eine Idee, die das Handwerk mit vereinten Kräften für die Schüler umsetzte.

Ein weiterer Höhepunkt: Um 10.30 Uhr treten die YouTube-Stars ApeCrime auf den großen Turm, gratulieren den Zehntklässlern zu ihrem letzten Schultag und begrüßen deren Mitschüler. Mit zwei Vertretern der 10. Klasse eröffnen sie die riesige Wasserrutsche mit einer Länge von zehn Metern. „Es ist ein außergewöhnliches Erlebnis für die gesamte Schüler- und Lehrerschaft. Wir haben uns sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass unsere 10. Klasse mit ihrem Engagement den Abschluss-Streich des Handwerks für sich gewonnen hat“, so Markus Friebe, kommissarischer Schulleiter der Realschule.

Die Abschlussklasse hatte sich im März im Rahmen des bundesweiten Aufrufs des Handwerks für den „Abschluss-Streich 2.0“ beworben. Die Schülerinnen und Schüler überzeugten die Jury mit ihrem authentischen Video und ihrer Vorstellung einer gigantischen Spring-Break-Party. „In enger Absprache mit dem Schulleiter Herrn Friebe und dem Abschlusskomitee planten wir gemeinsam den Streich und setzen ihn heute für die Schüler um“, sagt Miriam Melanie Köhler, Referatsleiterin Kampagnen-PR und Kampagnenmanagement beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). „Mit der Aktion wollen wir den Schülern zeigen, wie das Handwerk Ideen in die Tat umsetzt – ganz nach dem Motto #einfachmachen.“

Hinter der Aktion steckt ein Thema, dass das Handwerk stark bewegt: Nachwuchsmangel.
Aktionen wie der „Abschluss-Streich 2.0“ sollen der Öffentlichkeit und vor allem jungen Menschen ein zeitgemäßes Bild des Handwerks vermitteln. „Viele Schüler beschäftigt vor ihrem Abschluss die Frage ‚Was will ich danach machen?‘ Einige wissen gar nicht genau, was beruflich zu ihnen passt. Diesem Umstand möchten wir entgegenwirken und haben 2017 die #einfachmachen-Initiative gestartet“, so Köhler. Die Philosophie hinter dem Motto: „Probier dich aus. Sammle Erfahrungen. Finde heraus, wofür dein Herz schlägt“ – insbesondere ein Praktikum hilft Jugendlichen bei der Berufsorientierung. Das besagen auch verschiedene Studien: 75 Prozent der Schüler empfinden Praktika in Unternehmen als besonders hilfreich bei der Berufswahl. Darüber hinaus gewinnen Unternehmen ihre Auszubildenden zu 61 Prozent über Praktika oder bleiben zu 84 Prozent auch nach dem Praktikum mit ihren Praktikanten in Kontakt. „Wir ermuntern junge Menschen, sich beruflich auszuprobieren. Über Praktika erhalten sie direkte Einblicke in einen Beruf und können zwanglos herausfinden, ob dieser zu ihnen passt.“

Das Video der Aktion geht am 5. Juli um 10 Uhr auf dem YouTube-Kanal des Handwerks online. Weitere Informationen unter www.handwerk.de.