04. März 2017 „Eine solide Ausbildung ist unser wichtigstes Kapital in Europa“


Einen Meilenstein in ihrer beruflichen Karriere haben 444 Jungmeisterinnen und Jungmeister davon 354 Männer und 90 Frauen aus ganz Deutschland mit dem Bestehen der Meisterprüfung erreicht. Im Rahmen einer fulminanten Feier erhielten sie heute im Konzerthaus Dortmund ihre Meisterbriefe. Zu den Gratulanten gehörten die Familien und Freunde sowie zahlreiche Repräsentanten aus Handwerk, Politik und Wirtschaft.

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), folgte der Einladung von HWK-Präsident Berthold Schröder und beglückwünschte als Festredner die Meisterinnen und Meister persönlich. „Sie sind Teil der Zukunft! Nicht nur des Handwerks, auch der unseres Landes!" rief ZDH-Präsident Wollseifer ihnen zu. Er betonte: "Eine solide Ausbildung ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunft, unser wichtigstes Kapital in Europa. Wir arbeiten zusammen daran, damit das so bleibt.“

HWK-Präsident Schröder gratulierte den „Allround-Talenten“, die nicht nur mit fachlichem Wissen glänzen würden, sondern auch in der Lage seien, ein Unternehmen zu führen und Nachwuchskräfte auszubilden. „Sie, liebe Meisterinnen und Meister, sind nun die Elite unseres Wirtschaftsbereichs, die Führungs- und Leistungskräfte von morgen. Und als solche stehen Sie für die hohe Qualität des Handwerks.“ Der Meisterbrief garantiere sogar in doppelter Hinsicht die hohen Standards, da er nicht nur für die Qualität von Produkten und Dienstleistungen, sondern auch die hochwertige Ausbildung des eigenen Nachwuchses stehe.

Der Impulsvortrag von Christoph Krause, Leiter des Kompetenzzentrums Handwerk I West, stand ganz im Zeichen von Handwerk 4.0. Er gab den Jungmeisterinnen und Jungmeistern in seinem Impulsvortrag motivierende Worte mit auf den Weg. „Digitalisierung im Handwerk heißt Service 4.0 und bietet gerade den Nachwuchsunternehmern ungeahnte Möglichkeiten neuer Geschäftsmodelle.“ Wenn man wisse, wie man sich die Chancen dieser Entwicklung zunutze machen könne, so Krause, sei man für eine erfolgreiche berufliche Zukunft gewappnet.

Auch HWK-Präsident ging auf die Herausforderungen der Digitalisierung ein. „Die Technik entwickelt sich rasend schnell, Kommunikationswege verändern sich zusehends und der Kunde stellt neue Anforderungen an uns.“ Die HWK Dortmund biete diesbezüglich neben zahlreichen Dienstleistungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch diverse Veranstaltungen für ihre Mitglieder an. So wies Schröder auf die am 27. April anstehende Messe „Handwerk digital“ hin, die zusammen mit ,Handwerk NRW‘ im Bildungszentrum Hansemann stattfinde. Solche Events böten wichtige Impulse. Denn: „Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird früher oder später vom Markt verschwinden.“

Der Kammer-Präsident ermutigte die jungen Leute dazu, den Blick über den Horizont und die eigenen Gewerksgrenzen zu wagen, sich selbstständig zu machen und auch in der Ausbildung des Nachwuchses aktiv zu sein. „Damit sichern Sie nachhaltig die Zukunft des Handwerks, das von der Qualitätsarbeit gut ausgebildeter Fachkräfte lebt.“ Mit der Selbstständigkeit meinte Schröder jedoch nicht nur die Gründung eines Unternehmens. „Allein im Kammerbezirk Dortmund stehen in den nächsten Jahren gut 30 Prozent der Betriebe zur Übernahme an. Es kann ebenso lohnend sein, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen und damit vorhandenes Know-how und Arbeitsplätze zu sichern.“