20. Mai 2019 Eine Innovationsplattform für Handwerksbetriebe


Foto © HWK Dortmund

Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft und führt ebenso zu einem außerordentlichen Wandel des gesamten produzierenden Handwerks. Mit dem Projekt „handwerk-digital.nrw“ wird den Handwerksbetrieben in Nordrhein-Westfalen professionelle Unterstützung bei der digitalen Transformation geboten. Im Rahmen des Vorhabens übernimmt die Handwerkskammer (HWK) Dortmund als einer von vier Projektpartnern – neben der HWK Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld sowie den Fachverbänden Tischler NRW und Metall NRW – die konzeptionelle und visuelle Erstellung einer webbasierten Digitalisierungsplattform, die sämtliche Informationen, Materialien sowie Praxisbeispiele bündelt und den Handwerksunternehmen zugänglich macht.

Für die Entwicklung einer zusätzlichen Innovationsplattform konnte nun die Hochschule (HS) Hamm-Lippstadt gewonnen werden. „Die Auftragsvergabe stellt einen großen Schritt für das Projekt dar“, erklärte HWK-Präsident Berthold Schröder. „Innovationen sind Treiber für Wachstum und Wohlstand. Wir wollen unsere Mitgliedsunternehmen dabei unterstützen, branchenübergreifende Netzwerke aufzubauen und Ideen auszutauschen.“

HWK-Hauptgeschäftsführer Carsten Harder wies darauf hin, dass man künftig auch Innovationsprozesse neu denken müsse. „Der digitale Wandel lässt die Grenzen zwischen den Gewerken verschwimmen und wird zunehmend eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordern.“ Das Innovationsportal biete hierfür eine gute Basis.

Unter der Führung von Prof. Dr. Heiko Kopf, Lehrgebiet „Technologie- und Innovationsmanagement“ sowie Head of Department Hamm 1 der Hochschule Hamm-Lippstadt, werden in einem ersten Schritt die Bedürfnisse der Handwerksbetriebe identifiziert; anschließend sollen passgenaue, unterstützende Elemente konzipiert werden. „Innovationsmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Betriebe und Unternehmen – heute und in Zukunft. Die Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer schafft pragmatische Lösungen durch anwendungsorientierte Wissenschaft“, so Prof. Dr. Kopf

Hintergrund: Das Projekt des Konsortiums ist Teil der Digitalisierungs-offensive im „Handwerk NRW“ und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen über einen Zeitraum von drei Jahren mit 1 Million Euro gefördert.

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HWK-Geschäftsführerin
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