14. Dezember 2017 Besondere Auszeichnung für 36 Junghandwerker


Foto (c) Andreas Buck / HWK Dortmund

Mit ihren herausragenden Leistungen in der Ausbildung haben 36 Gesellinnen und Gesellen aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer (HWK) Dortmund beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Kammer-, Landes- oder Bundesebene glänzen können. Mitte Dezember wurden sie in einer Feierstunde besonders geehrt.
 
Im Beisein von rund 130 Gästen überreichte HWK-Vize-Präsidentin Kerstin Feix den Junghandwerkern ihre Urkunden. „Sie haben sich dem Wettbewerb gestellt und Bestleistungen erbracht. Darauf können Sie stolz sein!“ Ihr besonderer Dank galt den Ausbildungsbetrieben. „In diesen schnelllebigen Zeiten brauchen wir mehr denn je Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.“ Dazu gehöre im Besonderen die Ausbildung junger Menschen. Nur mit gut ausgebildeten Nachwuchskräften könne man auch in Zukunft leistungsstark bleiben. 
 
Das Handwerk, so Feix weiter, befinde sich an einem Wendepunkt. „Die Digitalisierung verändert die Art, wie wir kommunizieren, wie wir konsumieren und wie wir produzieren. Und das nicht erst in ein paar Jahren. Wir befinden uns mitten im Veränderungsprozess.“ In der digitalisierten Arbeitswelt veralte Wissen schneller als je zuvor, betonte sie. „Wer Erfolg haben will, muss daher ständig dazulernen.“
 
Vor der Zukunft brauche man sich aber nicht zu fürchten, erklärte die HWK-Vize-Präsidentin. Durch ihre Ausbildung seien die jungen Talente mit allem Nötigen ausgestattet, um als begehrte Fachkräfte ins Berufsleben einsteigen zu können. Gleichzeitig legte Feix den jungen Leuten den Erwerb des Meistertitels ans Herz. „Wir brauchen Sie. Nicht nur als Mitarbeiter, sondern auch als Führungskräfte und Ausbilder, die die Begeisterung für das Handwerk und ihr Wissen an andere weitergeben.“ Das Handwerk setzte sich nicht umsonst seit Jahren für den Erhalt der Meisterpflicht ein. Denn sie sei der beste Garant für hochwertige Ausbildung und Qualitätsarbeit, die auch im Ausland sehr geschätzt werde.     
 
Info: Am Leistungswettbewerb teilnehmen konnte, wer die Gesellen- bzw. Berufsabschlussprüfung mindestens mit der Note „gut“ bestanden und zum Zeitpunkt der Prüfung das 27. Lebensjahr noch nicht überschritten hatte. Eine unabhängige Jury bewertete entweder das eingereichte Gesellenstück oder eine der eigens unter Wettbewerbsbedingungen angefertigten Arbeitsprobe.