Eine Kündigung aus wichtigem Grund kann nur schriftlich erfolgen. Hier müssen die Kündigungsgründe klar benannt werden. Ein wichtiger Grund muss in unmittelbarem Zusammenhang mit der Berufsausbildung stehen. Dabei kann die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses nach Ausschöpfung aller pädagogischen und erzieherischen Möglichkeiten und nach Abwägung aller Interessen nicht länger zumutbar sein.

Wichtige Gründe sind:

  • Straftaten, wie Gewalt oder Gewaltandrohung, sowie
  • fortgesetztes vertragswidriges Verhalten trotz Abmahnung, wie unentschuldigtes Fehlen in Schule, Betrieb und ÜLU
     

Kommt es zu einer Kündigung, so ist zu beachten:

  • Je länger ein Ausbildungsverhältnis besteht, umso strengere Anforderungen werden von Seiten der Arbeitsgerichte an eine Kündigung gestellt.
  • Der Kündigungsgrund oder das Bekanntwerden des Kündigungsgrunds darf zum Zeitpunkt der Kündigung nicht länger als 14 Tage zurückliegen.
  • Bei minderjährigen Auszubildenden muss die Kündigung auch gegenüber den gesetzlichen Vertretern ausgesprochen werden.
  • Die Kündigung aus einem wichtigen Grund ist eine fristlose Kündigung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist.
  • Der Erhalt sollte bestätigt werden und die Versendung per Bote oder Postzustellungsurkunde durchgeführt und dokumentiert werden.