Auslandspraktikum

© Rawpixel.com / shutterstock.com

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Die Welt wartet: Ausbildung und Arbeit im Ausland

Andere Kulturen entdecken, Fremdsprachenkenntnisse erweitern, fachliche und persönliche Kompetenzen ausbauen: Wer eine praktische Phase im Ausland absolviert, erlebt sein Handwerk aus einer neuen Perspektive und erhöht seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Daher lohnt sich der Blick ins Ausland auch noch nach der Gesellenprüfung. Denn ein Auslandsaufenthalt fördert die Eigenständigkeit, die Innovationskraft und die Flexibilität Ihrer Auszubildenden und Mitarbeitenden.

Auf dieser Seite erfahren Auszubildende, Gesellen und Betriebe alles Wissenswerte zum Thema beruflicher Auslandsaufenthalt.

Sie verspüren einen Anflug von Fernweh, haben aber noch Fragen oder benötigen weitere Informationen? Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
 

Kontakt Ausbildungsberatung

Telefon: 0231 5493-333
E-Mail: ausbildungsberatung@hwk-do.de

News im Überblick

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Spannende Austauschprojekte, aktuelle Ausschreibungen und neue Praktikumsangebote im Ausland finden Sie demnächst hier.

Programme für Auszubildende

Aufenthalte während der Ausbildung: Allgemeine Informationen 
Azubis können mit verschiedenen Förderprogrammen über unterschiedliche Längen im Ausland eine praktische Phase absolvieren. Die Dauer eines solchen Aufenthalts hängt vom Förderprogramm ab. Die Wahlländer sind zunächst von den Förderprogrammen abhängig – grundsätzlich sind aber alle Länder der europäischen Union betroffen. Sie können zwischen einem Austausch in einer Gruppe oder einem Einzelaustausch wählen (programmabhängig). Der Aufenthalt kann auch in einer ausländischen Niederlassung Ihres Betriebs oder bei einem Geschäftspartner stattfinden.
 
Welche Kosten erwarten mich? Welche Förderungen gibt es? 
Während des Auslandsaufenthaltes zahlt der Ausbildungsbetrieb regulär Ihren Lohn weiter. Die Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten müssen beim Aufenthalt im Ausland anteilig selbst bezahlt werden – Zuschüsse hierzu sind in den einzelnen Förderprogrammen länderabhängig geregelt. Die Förderung richtet sich nach dem Land und enthält meistens einen Zuschuss zum Aufenthalt, zu den Reisekosten und sogar zur Vorbereitung auf den Austausch, zum Beispiel einen Sprachkurs. Nehmen Sie während  dieser Zeit Urlaub, werden die Tage aus dem Programm herausgerechnet.
 
Das ist vertraglich zu regeln
Der Aufenthalt wird zwischen Ihnen und Ihrem Betrieb abgestimmt und bei der zuständigen Kammer angezeigt. Im Ausbildungsvertrag wird eine Zusatzvereinbarung getroffen. Dauert der Aufenthalt länger als vier Wochen, wird mit der Kammer ein Ausbildungsplan abgestimmt. Unsere Empfehlung: Schließen Sie auch mit dem Betrieb im Ausland einen Vertrag ab, um Missverständnisse zu vermeiden.
 
Berufsschule, Berichtsheft und Europass  
Bei einem Aufenthalt im Ausland lassen Sie sich von Ihrer Berufsschule freistellen. Sie müssen im Ausland keine Schule besuchen, sind aber dazu verpflichtet, den Lernstoff selbständig nachzuholen. Das Berichtsheft führen Sie auch während Ihres Auslandsaufenthaltes weiter. Außerdem empfehlen wir Ihnen die Dokumentation Ihres Aufenthaltes mithilfe des Europass Mobilität.
 
Auslandaufenthalt: Versicherungen 
Während Ihres Aufenthaltes im Ausland besteht der Schutz der deutschen Sozialversicherungen, der Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen. Vor Ihrer Entsendung bestätigen Sie das durch ein entsprechendes Formular. Das Formular bestätigt, dass für Sie deutsches Recht gilt und in Deutschland Sozialversicherungsabgaben für Sie abgeführt werden. Wir empfehlen Ihnen, zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen und die zuständige Berufsgenossenschaft zu informieren. 

Informationen für Betriebe, Innungen und Berufsschulen

Innovationskraft und Eigenverantwortung sind Fähigkeiten, die durch einen praktischen Aufenthalt im Ausland besonders gefördert werden. In fremde Arbeitswelten einzutauchen, bringt neue Perspektiven auf den eigenen Beruf mit sich und begünstigt die Flexibilität Ihrer Arbeitnehmer. Dazu reichen schon kurze Auslandsaufenthalte von nur zwei bis vier Wochen aus, die von den Programmen SINDBAD und Let’s go! gefördert werden.
 
Einen Aufenthalt im Ausland können daher nicht nur Azubis absolvieren, sondern auch Gesellen bis zu zwölf Monate nach ihrer letzten bestandenen Gesellenprüfung.

Für jeden das richtige Programm: SINDBAD

Wen und was fördert SINDBAD? 
Das Mobilitätsprogramm SINDBAD richtet sich an Azubis im ersten Jahr nach der Prüfung. Gefördert wird ein Praktikum, das in einem Betrieb oder an einer Schule absolviert wird. Die Lerninhalte im Ausland werden auf die Bedürfnisse der Auszubildenden abgestimmt. Dazu erhalten die Azubis eine zusätzliche Betreuung vor Ort. Die Teilnahme an SINDBAD steht allen Azubis aus nicht-akademischen Berufsfeldern wie Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung offen.
 
Was sind die Voraussetzungen zur Teilnahme?
  • Alter ab 18 Jahren
  • Azubi in einer dualen Ausbildung in Deutschland
  • Motivation, neue Kulturen und Arbeitsweisen kennenzulernen
  • Offenheit für neue Lebensweisen
 
Wie lange dauert eine Förderung mit SINDBAD?
SINDBAD unterstützt Azubis mit einem länderabhängigen Zuschuss für ein Praktikum über drei bis vier Wochen mit mindestens 13 Übernachtungen vor Ort.
 
In welchem Land kann ich meinen Aufenthalt absolvieren?
SINDBAD fördert Aufenthalte im europäischen Ausland, in der Türkei, in Liechtenstein, Island und Mazedonien.
 
Das enthält die Förderung 
SINDBAD bezuschusst Reise-, Aufenthalts- und Verpflegungskosten. Die Unterbringung erfolgt im Hotel, einer Jugendherberge oder in Gastfamilien. Eine Bedürftigkeit muss nicht nachgewiesen werden. Die Fördersätze finden Sie hier.

Zertifikat
Sie erhalten den Europass Mobilität und eine Bestätigung des Gastbetriebes.

Für jeden das richtige Programm: Erasmus – Let’s go!

Wen und was fördert Erasmus – Let’s go? 
Das Programm fördert Azubis und Gesellen, deren Abschlussprüfung nicht länger als zwölf Monate zurückliegt.
 
Bewerbungstermine
Bewerbungen können Sie sich jederzeit, da der Zeitraum jedes Praktikums individuell abgestimmt wird.

Was sind die Voraussetzungen zur Teilnahme?
  • Bestehendes Ausbildungsverhältnis mit einem Handwerksbetrieb in der dualenAusbildung oder eine abgeschlossene Gesellenprüfung, die weniger als zwölf Monate zurückliegt
  • Azubis brauchen die Zustimmung des Ausbildungsbetriebes und der Berufsschule
  • Mindestens 18 Jahre alt bei Ausreise
  • Als Azubi müssen Sie sich in der Erstausbildung befinden und in einem in die Handwerksrolle eingetragenen Gewerbebetrieb ausgebildet werden

Wie lange dauert eine Förderung mit Erasmus – Let’s go?
Gefördert wird ein Praktikum von zwei bis vier Wochen.

 
In welchem Land kann ich meinen Aufenthalt absolvieren?
Erasmus – Let’s go fördert Aufenthalte in allen Mitgliedsstaaten der EU, in der Türkei, in Liechtenstein, Island, Kroatien, Norwegen und Mazedonien.
 
Das enthält die Förderung 
Die Förderung zu Let's go! enthält einen länderabhängigen Pauschalbetrag für den Aufenthalt, die Versicherung und eine Fahrtkostenpauschale.
 
Zertifikat
Sie erhalten den Europass Mobilität und eine Teilnahmebescheinigung am Let's go!-Projekt.
 
Weitere Informationen gibt es auch hier.

Downloads und Links

Hier finden Sie in Kürze Downloads zu verschiedenen Themen, Formulare und Anträge sowie nützliche Links für weitere Informationen.