26. Januar 2018 An den entscheidenden Stellen mitgewirkt


Angelika Weies, Geschäftsführerin der Handwerkskammer (HWK) Dortmund im Bereich „Recht / Bildung Sachverständigenwesen / Beitragswesen“, ist am heutigen Freitag im Beisein von zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Bildung in den Ruhestand verabschiedet worden. Beinahe drei Jahrzehnte war sie bei der Kammer tätig, achtzehn Jahre davon in der Führungsspitze.
 
„Sie war die erste Geschäftsführerin der HWK Dortmund und damals auch die einzige Rechtsdezernentin in NRW“, sagte HWK-Präsident Berthold Schröder bei der Verabschiedung. Er würdigte die Verdienste der 65-Jährigen, die von 2005 bis 2018 neben der internen Rechtsberatung für Ehren- und Hauptamt der HWK Dortmund auch für die Rechtsaufsicht über die Kreishandwerkerschaften und Innungen verantwortlich war. Im Sachverständigenwesen hat sie sämtliche Vereidigungen durchgeführt. Zudem hatte Weies die Geschäftsführung des Berufsbildungsausschusses (BBA) inne. In dieser Funktion vereinte Weies den Rechts- sowie den Berufsbildungsbereich der HWK Dortmund.
 
Im Ausschuss setzte sie sich für die Verbesserung der Ausbildungssituation und die Sicherung des Fachkräftenachwuchses sowie für den Qualitätserhalt in der der Berufsausbildung ein. „Sie ging viele Themen an, die von nachhaltiger Bedeutung sind. Etwa die Lehrerversorgung an Berufskollegs, die Einführung der ,gestreckten‘ Gesellenprüfung und, nicht zu vergessen, die Integration von Flüchtlingen“, betonte der Kammer-Präsident.
 
Weies habe unter anderem an den Projekten „Ganztagsberufsschule“ (GigS) und „Kein Abschluss ohne Anschluss“ – einem Übergangssystem zwischen Schule und Beruf mitgewirkt. Darüber hinaus habe sie sich für Auslandsaufenthalte für Auszubildende und die Gleichstellung vonberuflicher und akademischer Bildung im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen engagiert.
 
Weies habe an den entscheidenden Stellen im Haus gewirkt, so Schröder. Damit habe sie die HWK Dortmund als auch das Handwerk der Region mehr als einmal nach vorne gebracht.