28. Februar 2018 1126 offene Lehrstellen gemeldet


Die Bewerbungsphase für das kommende Ausbildungsjahr läuft. Während die einen den Lehrvertrag schon in der Tasche haben, sind die anderen noch auf der Suche nach einer passenden Lehrstelle. Ein guter Einstieg in den Wunschberuf kann mit einem Praktikum gelingen. „Ich kenne keine bessere Art, erste Erfahrungen zu sammeln. Außerdem zeugt es von Interesse am Beruf und man kommt viel leichter zum Ausbildungsplatz, wie die Praxis immer wieder zeigt“, sagt Kammer-Präsident Berthold Schröder anlässlich der Woche der Ausbildung. Im Praktikum zeige sich, ob man gut zueinander passe. Und das ganz ohne Druck. Schröder: „Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen.“

In der HWK-Praktikumsbörse werden aktuell von 710 Unternehmen aus dem Kammerbezirk Praktikumsplätze angeboten. Die Spannbreite ist groß: Tagespraktika (172), 1 Woche (455), 2-3 Wochen (640), mehrere Monate (415) oder auch schulbegleitend für mindestens 1 Schulhalbjahr (413) und EQJ (61).

Die Zahl der offenen Lehrstellen, die von den Handwerksbetrieben bei der Kammer Dortmund gemeldet und in der Lehrstellenbörse zu finden sind, beläuft sich derzeit auf insgesamt 1126. Regional betrachtet ergibt sich folgendes Bild: Großraum Dortmund (223), Bochum (172), Herne (42), Hagen (75), Hamm (85), Kreis Soest (181), Kreis Unna (179) und der Ennepe-Ruhr-Kreis (132). Die meisten Lehrstellen werden kammerbezirksweit in den Gewerken Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (83), Elektroniker/in //Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (75), KFZ-Mechatroniker//Fachrichtung PKW-Technik (90), Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk // Bäckerei (106), Maler und Lackierer (71) und Friseur/in (83) angeboten.

Kontakt
Team der Ausbildungsberatung
Hotline: 0231 5493-333
E-Mail: ausbildungsberatung@hwk-do.de

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Nachgefragt: Haben Sie schon Auszubildende für 2018 / 2019?

                            Armin Gogolin, Geschäftsführer Flörecke Stahl- und Anlagenbau GmbH (Witten)
„Wir konnten für das kommende Ausbildungsjahr leider noch keinen passenden Auszubildenden finden. Die Ausschreibungen auf unserer Homepage funktionieren aber ganz gut und natürlich werben wir für uns als Ausbildungsbetrieb auch über die Agentur für Arbeit und auf Jobmessen. Mittlerweile gehen zahlreiche Bewerbungen bei uns ausschließlich digital ein. Das erleichtert uns die Durchsicht und spart den Bewerbern Versandkosten.“
   










 
 Martina Gralki-Brosch, Inhaberin des Betriebs Gralki-Werbung (Witten)
„Für das kommende Ausbildungsjahr habe ich bis jetzt erst eine Bewerbung erhalten. Überzeugend ist sie nicht. Heutzutage tun sich viele Jugendliche schwer mit der deutschen Rechtschreibung. Neben guten Mathekenntnissen ist das aber Grundvoraussetzung für eine Ausbildung in unserem Betrieb. Normalerweise stellen wir alle drei Jahre einen neuen Azubi ein. Voriges Jahr jedoch mussten wir erstmals aussetzen, weil es nur wenige Bewerber gab und keiner von ihnen geeignet war. Um jetzt einen Azubi zu finden, schalte ich Anzeigen, gehe zu Berufsfindungstagen an Schulen, nutze Lehrstellenbörsen – und die Arbeitsagentur ist natürlich auch informiert.“
   
 Heinrich Hilker, Inhaber Heinrich Hilker Dach und Wand GmbH (Hagen)
„Bislang habe ich zwei Bewerbungen auf meinem Tisch liegen. Zu vergeben sind jedes Jahr bis zu zwei Ausbildungsplätze. Derzeit haben wir einen Hilfsarbeiter, der am Ende vielleicht in ein Lehrverhältnis übergeht. Ansonsten ist die Lage eher dünn – die meisten Azubis werben wir über Praktika an. Für mich zählen nämlich nicht nur die Schulnoten oder der Abschluss, sondern in erster Linie das Gesamtpaket an Fähigkeiten. Außerdem können die Jugendlichen sich so ausprobieren und schauen, ob ihnen der Beruf überhaupt liegt. Das gilt natürlich auch für den Betrieb. Damit die Lehrstellen für das kommende Ausbildungsjahr besetzt sind, besuche ich Schulen und Ausbildungsmessen und informiere die Arbeitsagentur.“
   
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Fotos Nachgefragt(c): Privat