Überbrückung
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Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Betriebe, die ihr Geschäft ganz oder zu großen Teilen einstellen mussten, erhalten besondere Unterstützung.

18.09.2020 UPDATE - Die Überbrückungshilfe geht in die zweite Runde

Die Antragstellung für die bisherige Überbrückungshilfe mit dem Leistungszeitraum Juni bis August 2020 endet bekanntermaßen am 30.09.2020. Bekannt war bereits, dass die Überbrückungshilfe bis Ende des Jahres fortgeführt werden soll. Heute nun wurden die Details zur Überbrückungshilfe II veröffentlicht, über die wir nachfolgend informieren:

  • Der Leistungszeitraum der Überbrückungshilfe II umfasst die Monate September bis Dezember 2020.
  • Antragsberechtigt waren bisher Betriebe, die einen Umsatzeinbruch von 60 Prozent in den Monaten April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nachweisen konnten. Hier wurde nachjustiert. D. h., dass Betriebe nun antragsberechtigt sind, wenn sie in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt der Monate April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum hatten.
  • Förderfähig sind unverändert die fortlaufenden fixen Betriebskosten (siehe Positivliste unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Allerdings wird die Personalkostenpauschale, die bisher bei 10 Prozent der förderfähigen Kosten liegt, auf nunmehr 20 Prozent angehoben.

Die Berechnung der konkreten Zuschusshöhe wird auch künftig in Abhängigkeit der Umsatzentwicklung im Förderzeitraum ermittelt, wobei die jeweilige Zuschusshöhe angepasst wird. Konkret bedeutet dies:

  • 90 Prozent der Fixkosten (bisher 80 Prozent) bei mehr als 70 Prozent Um-satzeinbruch
  • 60 Prozent der Fixkosten (bisher 50 Prozent) bei Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent
  • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch)

Insgesamt wird es also bei einem Umsatzeinbruch von unter 30 Prozent keine Erstattung geben. Der maximale Förderbetrag liegt auch in der Überbrückungshilfe II bei 50 TEUR je Monat, insgesamt also bei maximal 200 TEUR. Allerdings wurde hier im Sinne der Kleinst- und Kleinbetriebe nachgebessert. Denn bisherige Deckelungen der Zuschussbeträge für Betriebe mit bis zu 5 Beschäftigten (9 TEUR) bzw. mit bis zu 10 Beschäftigen (15 TEUR) entfallen künftig.

Auch bei der Überbrückungshilfe II bleibt es bei der Antragstellung über die sog. prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte), die auch die Schlussrechnung erstellen. Neu ist nun, dass im Rahmen der Schlussabrechnung eine Nachschusspflicht eingeräumt wird, sofern Zuschüsse zu vorsichtig beantragt wurden und z. B. der Umsatzeinbruch letztendlich höher ausfiel als gedacht.

Das Bundeswirtschaftsministerium weist darauf hin, dass auf Grund der notwendigen technischen Umsetzungsmaßnahmen sowie der Abstimmung mit den Ländern spätestens ab Mitte Oktober 2020 eine Antragstellung möglich ist. Wir werden Sie zum gegebenen Zeitpunkt informieren.

Alle Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de





15.07.2020

Um durch die Pandemie stark betroffene kleine und mittlere Unternehmen weiter zu unterstützen, hat der Bund die Überbrückungshilfe gestartet. Das Land NRW ergänzt die Hilfen des Bundes um ein Zusatzprogramm für den Unternehmerlohn: Die „NRW Überbrückungshilfe Plus“. Anträge können ab sofort über einen beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt werden.

Mit den am 15. Juni vom Kabinett gesetzten Eckpunkten zur Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen wird ein Beschluss des Koalitionsausschusses vom 3. Juni umgesetzt. Mit den Überbrückungshilfen soll den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen geholfen werden, weshalb die Zuschüsse im Verhältnis zum Umsatzeinbruch gestaffelt sind. 

Die Förderung des neuen Programms ist deutlich höher als bei der Soforthilfe, es können von Juni bis August je nach Umsatzausfall bis zu 150.000 Euro an betrieblichen Fixkosten erstattet werden. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent für die beiden Monate April und Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nachweisen können. 

Unternehmen, die aufgrund der starken saisonalen Schwankung ihres Geschäfts im April und Mai 2019 weniger als fünf Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, können von der Bedingung des sechzigprozentigen Umsatzrückgangs freigestellt werden.

Anträge können ab sofort ausschließlich online und unter Einbindung von sogenannten prüfenden Dritten gestellt werden. Dazu zählen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer. Auszahlungen sollen bereits ab Ende Juli 2020 erfolgen können.

Alle Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de



NRW Überbrückungshilfe Plus

Bei der Überbrückungshilfe handelt es sich im Wesentlichen um ein Bundesprogramm. Vom Land Nordrhein-Westfalen wird das Bundesprogramm durch die NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt. Diese stellt zusätzliche Hilfen für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen bereit.

Es handelt sich dabei um eine branchenübergreifende Wirtschaftsförderungsleistung (fiktiver Unternehmerlohn). Sie erhalten, sofern Sie die Antragsvoraussetzungen der Überbrückungshilfe des Bundes erfüllen, eine zusätzliche Förderung in Höhe von 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate im Zeitraum Juni bis August 2020 (maximal 3.000 Euro) aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Nähere Informationen zur NRW Überbrückungshilfe Plus erhalten Sie unter www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe



Vorabcheck mit Berechungshilfe

Die IHK Vereinigung hat zur Überbrückungshilfe einen Vorabcheck mit Berechnungshilfen veröffentlicht, den sie gerne für einen ersten unverbindlichen Check zur Prüfung der Anspruchsberechtigung nutzen können.  Link



Webinar Überbrückungshilfe 

Der Steuerberaterverband Düsseldorf und die Steuerberaterkammer Düsseldorf haben gemeinsam ein Informationsvideo zur Überbrückungshilfe erstellt, das u.a. über die Grundlagen der Überbrückungshilfe, förderfähige Kosten, die Berechnung der maximalen Förderung, Nachweise und Dokumentation der Prüfung sowie den Registrierungsprozess und das Antragsverfahren unterrichtet.



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Bei weiteren Fragen zur Überbrückungshilfe und zur NRW Überbrückungshilfe Plus steht Ihnen die Hotline des Landes NRW  zur Verfügung

 0211-7956 4996