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Planungssicherheit für Friseure und die Fußpflege

Friseure dürfen seit dem 4. Mai ihre Salons unter festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards wieder öffnen.

Nordrhein-Westfalen setzt die gemeinsamen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 30. April um, festgeschrieben in der vorliegenden aktualisierten Coronaschutzverordnung, die am 4. Mai 2020 in Kraft getreten ist. Voraussetzung für die Öffnungen  sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts sowie zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen. 

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat hierzu die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) aktualisiert. Die darin enthaltenen Standards wurden gemeinsam mit den Innungen des Friseurhandwerks erarbeitet. Gemäß dieser Hygiene- und Infektionsstandards bleiben gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Augenbrauenzupfen, Gesichtskosmetik, Rasieren und Bartpflege bis auf weiteres verboten. Hintergrund sind die in diesem Bereich größeren und in den Auswirkungen noch unklaren Infektionsrisiken. Zudem können diese Tätigkeiten in der Regel von jedem selbst vorgenommen werden.

Daneben definieren die Standards eine Reihe von Hygieneregeln. So ist zum Beispiel das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen im Salon obligatorisch. Kundinnen und Kunden haben einen Umhang zu tragen. Friseurinnen und Friseure müssen außerdem Einweghandschuhe anlegen und diese bei jedem neuen Kunden wechseln. Materialien und Geräte wie Scheren und Kämme sind nach jedem Kunden mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger zu reinigen. Dieser zerstört die lebenswichtige Hülle möglicher Viren. 

Bei den jetzt zulässigen Dienstleistungen müssen die Geschäfts- oder Saloninhaberinnen und -inhaber Kunden und Beschäftigten mit Symptomen einer Atemwegsinfektion den Zutritt grundsätzlich verweigern. Auch müssen ab dem 4. Mai die Kontaktdaten der Kunden dokumentiert werden. Es sind solche Daten zu erheben, die es den Gesundheitsämtern ermöglichen, die Kunden im Infektionsfall zu kontaktieren. Hierzu zählen der Vor- und Nachname, die Anschrift sowie der Tag und die Uhrzeit der Dienstleistungserbringung. Weitere, praxisrelevante Informationen finden sie hierzu in der Handreichung des ZDH:

 ZDH-Praxis Datenschutz Friseure Kundendaten 

Musteranlage:

Muster Datenerhebung Friseure.

Damit sich Friseursalons auf diese Eröffnung vorbereiten können, hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) einen Branchenstandard für Friseurbetriebe entwickelt. Er basiert auf dem  SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und SozialesDieser Branchenstandard konkretisiert und ergänzt die Arbeitsschutzmaßnahmen. Ziel ist es, Infektionsketten zu unterbrechen, um die Bevölkerung zu schützen sowie die Gesundheit von Beschäftigten zu sichern, die wirtschaftliche Aktivität wiederherzustellen und zugleich einen mittelfristig andauernden Zustand flacher Infektionskurven herzustellen.

 BGW-SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk

Ergänzend hierzu hat die BGW zusätzlich hat einen hilfreichen Katalog mit häufig gestellten  Fragen (FAQ) zusammengestellt. 

Ebenfalls empfiehlt es sich, die nachfolgenden Aushänge / Infos für den Salon zu nutzen, der die wesentlichen Punkte, die in der aktuellen Corona-Pandemie zu beachten sind, berücksichtigt:

Sämtliche Standards wurden in die aktualisierte  Coronaschutz-Verordnung vom 21. Mai 2020 eingearbeitet. Das Ministerium hat darüber hinaus Hygiene- und Schutzstandards für die Fußpflege – sogenannte podologische Dienstleistungen – erlassen.

Weitere Informatione hierzu finden Sie auf der  Internetseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales.