Olesja Mouelhi-Ort, HWK-Geschäftsführerin
HWK Dortmund
Olesja Mouelhi-Ort, HWK-Geschäftsführerin

Nachhaltigkeit und Handwerk - das passt perfekt!

HWK-Sonderumfrage: Mehrheit der Betriebe sehr engagiert

Nachhaltigkeit und Handwerk – das passt perfekt! Als Umsetzer und Gestalter der Energiewende gehen die Betriebe in der Region mit gutem Beispiel voran: 73 Prozent arbeiten ressourcen- und energieeffizient. 71 Prozent übernehmen soziale Verantwortung, indem sie ihren Mitarbeitern beispielsweise die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ermöglichen. Und ehrenamtlich engagieren sich 44 Prozent der Betriebsinhaber. Das sind drei zentrale Ergebnisse einer HWK-Sonderumfrage, die parallel zur Herbst-Konjunktur durchgeführt wurde.



HWK-Geschäftsführerin Olesja Mouelhi-Ort:
„Es gibt nichts Nachhaltigeres als das Handwerk. Die Umfrageergebnisse belegen deutlich, wie gut unsere Betriebe schon agieren: Die Nutzung erneuerbarer Energien, umweltschonende Produkte und Dienstleistungen sowie alternative Antriebe sind längst selbstverständlich. Aber auch verstärkte Fachkräftesicherung durch kontinuierliche Ausbildung / Mitarbeiterqualifizierung, das Erschließen neuer Geschäftsfelder oder auch Betriebsnachfolge sind wichtige Aktionsfelder. Die Unternehmen können damit ihr Image verbessern und Umsätze steigern, was zeigt, dass es sich ganz konkret auszahlt.“

Gleichwohl zeige die Umfrage auch, so Mouelhi-Ort, dass es noch Einiges zu tun gebe: „Wir werden unseren Mitgliedern stärker als bisher passgenaue Beratungsangebote unterbreiten und geeignete Fördermöglichkeiten aufzeigen. Als federführende Handwerkskammer in Nordrhein-Westfalen beim Thema Nachhaltigkeit und Mitglied im neu gegründeten, bundesweiten Netzwerk ‚Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz‘ verfügen wir über umfassende Expertise. Dabei muss es uns gelingen, gerade auch junge Menschen miteinzubeziehen. Sie sind die Generation von morgen, der wir unsere Systeme übergeben. Sie sollen kreativ sein und sagen, in welche Richtung es gehen muss.“



Auf die Frage, warum man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befasse, antworteten die befragten Betriebe:

Warum befassen Sie sich mit Nachhaltigkeit



Jochen Schneider, Unternehmer
Privat
Jochen Schneider, Unternehmer

Jochen Schneider, Geschäftsführer der e h m GmbH in Witten:
„Der Facharbeitermangel mit der absehbaren Verknappung und Verteuerung von Ressourcen beschäftigt uns seit Jahren. Umso wichtiger war und ist es, eigenes Personal aus- und weiterzubilden und zu finden, sowie die wertschöpfenden Prozesse der Unternehmung zu optimieren. Geholfen haben uns dabei die Einführung der Prinzipien des LEAN Management (incl. Fehlermanagement), die Gründung der e h m Academy mit aktuell 23 Startern und zuletzt die Entwicklung einer Software, die einen durchgehenden digitalen Prozess der Baustellen-abwicklung von der Planung bis zur Revision wie folgt ermöglicht:
Alle Pläne stehen nur noch digital für jeden am Projekt Beteiligten auf nur einem gleichen Stand zur Verfügung. Der aktuelle Arbeitsstatus ist jederzeit transparent einsehbar, Gleiches gilt für die Änderungen. Der Projektfortschritt wird anhand von Baustellenkennzahlen jederzeit transparent gemacht. Die Revision ist mit Fertigstellung sofort einsehbar. All dies ermöglicht es uns, deutlich produktiver zu arbeiten, die Fehlerkosten erheblich zu reduzieren (bei den Bauakteuren liegt laut der Zeitschrift ‚das elektrohandwerk‘, Ausgabe 20/2021, der Anteil der Fehlerkosten bei durchschnittlich 15,4 % vom Jahresumsatz) und somit die drei Säulen der Nachhaltigkeit in unserem Handeln immer besser zu erfüllen. Wie wichtig dieses ist und, vor allen Dingen, in der Zukunft sein wird, zeigt uns gerade die aktuelle Entwicklung der Preise und der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten.“



Danach befragt, welche Hemmnisse man bei der Umsetzung nachhaltiger Ideen und Strategien sehe, gaben die Teilnehmer an:

Hemnisse bei Umsetzung nachhaltiger Ideen

Mielke, Jana

Jana C. Mielke

Abteilungsleiterin Pressestelle

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