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Lockdown wird bis zum 31. Januar verlängert

Einschränkungen für das Handwerk bleiben wegen hoher Infektionszahlen weiterhin bestehen!

Vor dem Hintergrund eines weiterhin dynamischen Infektionsgeschehens bleiben die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder weiterhin gültig. Alle bis zum 10. Januar 2021 befristeten Maßnahmen, die auf gemeinsamen Beschlüssen beruhten, wurden in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW (gültig ab 11.01.2021) vorerst bis zum 31. Januar verlängert und teilweise, wie beispielsweise im Bereich der Kontaktbeschränkungen, verschärft. Am 25. Januar wollen Bund und Länder gemeinsam entscheiden, wie es ab dem 1. Februar weitergehen soll.

Die vollständige Auszahlung der beantragten Novemberhilfe über die Länder soll spätestens ab dem 10. Januar erfolgen. Anträge für die  Dezemberhilfe können seit Mitte Dezember 2020 gestellt werden, die ersten Abschlagszahlungen erfolgen seit Anfang Januar. Erste Auszahlungen der bis Ende Juni 2021 laufenden Überbrückungshilfe III sollen durch die Länder im ersten Quartal 2021 erfolgen. 

Hier finden sie das Ergebnis der Bund-Länder-Konferenz vom 5. Januar 2021.



Weiterhin gültige Regelungen für das Handwerk:

Grundsätzlich können gemäß der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung Handwerksleistungen (Bauhandwerke/ Elektrohandwerke / Metallhandwerke etc.) erbracht werden und Einrichtungen des Handwerks geöffnet bleiben, sofern nachfolgend keine spezielleren Regeln gelten.

erlaubte Handwerk
Land NRW

verboten Handwerk
Land NRW

Handelsbereiche und Märkte bei Handwerken 

Handelsbereiche sind wie der Einzelhandel zu schließen. Anders als im letzten Lockdown ist auch der Betrieb von Baumärkten und Baustoff-Fachhandel für Verbraucher untersagt. Für gewerbliche Kunden darf geöffnet bleiben.

Lebensmittelhandwerke

Der normale Außer-Haus-Verkauf ist weiterhin erlaubt, die Vor-Ort-Gastronomie (50 m-Umkreis um Betriebsstätte) ist untersagt.

Gesundheitshandwerke

Sämtliche medizinisch notwendige Handwerksleistungen sind erlaubt. Optiker, Hörakustiker, Sanitätshäuser, Orthopädieschuhmacher und -techniker dürfen geöffnet bleiben.   

Kosmetik / Massage / Nagelstudios 

Sämtliche Tätigkeiten sind untersagt (auch der Handel im Ladengeschäft mit Kosmetika).

Friseure

Sämtliche Tätigkeiten sind untersagt.

Fußpflege

Medizinisch notwendige Handwerksleistungen sind erlaubt. Ausdrücklich ist medizinische Fußpflege erlaubt. Rein kosmetische Fußpflege dagegen nicht. Erlaubt ist unserer Ansicht nach die Behandlung von hilfebedürftigen Personen, die ihre Füße nicht selbst pflegen können („Die ältere Dame, die gesunde Füße hat, aber nicht mehr an ihren Fuß rankommt.“).

Dieses Beispiel nannte der Gesundheitsminister auch ausdrücklich im letzten Lockdown. Es bleibt hier jedoch eine Ungewissheit, die ggfs. durch Nachfrage beim Ordnungsamt geklärt werden muss. Ein Attest ist nicht zwingend notwendig, schafft aber Sicherheit für Sie.

KFZ / Zweiräder

Werkstätten dürfen geöffnet bleiben. Zubehör darf verkauft werden (im Zusammenhang zur Reparatur). Der Handel ist untersagt. Autovermietungen sind gestattet.

Fotografie

Produktfotografie und Personenfotografie sind unverändert erlaubt. Mangels konkreter Regelungen sind jedoch die Einschränkungen für Kontaktbeschränkungen zu beachten (5 Personen /  2 Hausstände / Mindestabstand etc.).

Schneider / Goldschmiede etc.

Der Mindestabstand von 1,5 m darf nicht unterschritten werden. Das Maßnehmen ist nicht gestattet. Maßarbeiten dürfen jedoch angefertigt werden.

Verkauf / Handel / Bestellungen 

Grundsätzlich ist der Lieferdienst / Versandhandel zulässig. Auch das Abholen von Bestellungen ist zulässig. Das gilt auch für Gutscheine. Die Abholung bestellter Waren durch Kunden ist nur zulässig, wenn sie unter Beachtung von Schutzmaßnahmen vor Infektionen kontaktfrei erfolgen kann.

Der Verkauf von Waren, die mit handwerklichen Leistungen verbunden sind, ist ebenfalls erlaubt (z. B. Fliesen, wenn diese vom Fliesenleger eingebaut werden). Dies gilt auch für Zubehör (z. B. Fahrradschlauch).

Bestattungen 

Bestattungen sind erlaubt, der Mindestabstand darf aber nur zwischen den nahen Angehörigen unterschritten werden. Sonst gelten die allgemeinen Regeln.

Reinigungen

Tätigkeit darf fortgeführt werden.



 Allgemeines

 Für die Geschäftslokale von Handwerkern und Handelseinrichtungen gilt,  dass die Anzahl von gleichzeitig in Handelseinrichtungen anwesenden Kundinnen und Kunden eine Person pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen darf.

 In Handelseinrichtungen mit einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern darf diese Anzahl 80 Kundinnen beziehungsweise Kunden zuzüglich jeweils eine Kundin beziehungsweise einen Kunden pro angefangene 20 Quadratmeter der über 800 Quadratmeter hinausgehenden Verkaufsfläche nicht übersteigen

 Bei den ausnahmsweise zulässigen Handwerks- und Dienstleistungen ist neben strikter Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln auf eine möglichst kontaktarme Erbringung zu achten. Bei gesichtsnahen  Dienstleistungen, bei denen die Kundin oder der Kunde keine Alltagsmaske tragen und der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, müssen Beschäftigte während der Behandlung mindestens eine FFP2-, eine KN95- oder eine N95-Maske tragen.

 Die Tätigkeiten von Angehörigen der Heilberufe mit Approbation und sonstigen Personen, die zur Ausübung der Heilkunde gemäß § 1 des Heilpraktikergesetzes befugt sind, sind weiterhin zulässig. Bei der Durchführung sollen die jeweils aktuell geltenden Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts beachtet werden.