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Kurzarbeitergeld und Grundsicherung

Nutzen Sie jetzt das neue Kurzverfahren Corona zur Beantragung von Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit!

Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden. Im Falle des Coronavirus wurden die Hürden für den Bezug gesenkt und die Ausgleichszahlungen erhöht.

Im Einzelnen heisst das: 

  • Absenkung des Anteils der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10 %
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

 Gleichzeitig wurde die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld von bisher zwölf auf 21 Monate verlängert.  Die Verlängerung ist zunächst bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

Voraussetzungen

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Voraussetzung ist unter anderem, dass ein Unternehmen aufgrund von Krankheitsfällen durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnet und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt. Alle Voraussetzung finden Sie in den nebenstehendne Informationen zum Download.



Beantragung Kurzarbeitergeld

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1. Schritt:

Wie wird nun Kurzarbeit beantragt? Die Anzeige von Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit durch den Arbeitgeber Kurzarbeitergeld wird generell vom Arbeitgeber beantragt. Dafür muss der Arbeitgeber die Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit schriftlich anzeigen. Der schriftlichen Anzeige muss die Stellungnahme des Betriebsrats (sofern im Betrieb vorhanden) beigefügt werden.  Um eine Anzeige einreichen zu können, muss der Arbeitgeber den betroffenen Arbeitnehmer*innen die Entscheidung zur Kurzarbeit ankündigen. Dafür wird üblicherweise eine Betriebsvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat abgeschlossen. Gibt es keinen Betriebsrat, bedarf es einer Einverständniserklärung aller von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten.

Damit der Monat, in dem Kurzarbeit eingetreten ist, auch abgerechnet werden kann, muss die schriftliche Anzeige der Kurzarbeit spätestens am letzten Tag dieses Monats bei der Agentur für Arbeit eingehen.

2. Schritt:

Grundsätzliche Bewilligung der Kurzarbeit durch die Agentur für Arbeit. Die Agentur für Arbeit prüft, ob die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Fällt die Prüfung positiv aus, wird Kurzarbeitergeld dem Grunde nach bewilligt, und zwar ab dem Monat, in dem die Anzeige erfolgte. Danach hat der Arbeitgeber drei Monate Zeit, den Leistungsantrag auf Kurzarbeitergeld für den Abrechnungsmonat zu stellen.

3. Schritt:

Monatliche Beantragung des Kurzarbeitergeldes durch den Arbeitgeber. Im weiteren Verlauf der Kurzarbeit muss der Arbeitgeber jeweils monatlich die Erstattung des Kurzarbeitergelds für die tatsächliche Ausfallzeit und die tatsächlich betroffenen Arbeitnehmer*innen bei der zuständigen Agentur für Arbeit beantragen. (Quelle: DGB, Stand: 17.03.2020)



Wenn Sie bereits beim Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit registriert sind:

Die Bearbeitung der Vorgänge erfolgt schneller, wenn Arbeitgeber*innen Anträge und Listen über das Online-Portal hochladen.



Neues vereinfachtes Kurzarbeitergeld "Corona"

Kürzlich wurden zahlreiche Vereinfachungen im Verfahren zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes umgesetzt: So wurde neben dem klassischen Antrag ein neuer Vordruck eingeführt,  der nur noch eine Seite lang ist. Abgefragt werden noch die Stammdaten des Betriebs, die betroffenen Beschäftigten nach Geschlecht und die Gesamtzahl der Beschäftigten, Soll- und Ist-Entgelt sowie die Summe des zu zahlenden Kurzarbeitergeldes und die Höhe der zu erstattenden SV-Beiträge. Alle anderen relevanten Sachverhalte, wie z. B. die Inanspruchnahme von Resturlaub aus dem Vorjahr, sind pauschal mit der Unterschrift zu bestätigen. Daneben sind

  • die Gründe für den Arbeitsausfall nur noch in einfacher Form darzulegen. Im vorliegenden Antrag wird davon ausgegangen, dass der Arbeitsausfall auf das Coronavirus zurückzuführen ist.
  • Einzelvertragliche Vereinbarungen bzw. Änderungskündigungen zur Einführung der Kurzarbeit müssen nicht mit der Anzeige eingereicht werden, sondern nur noch zur Prüfung vorgehalten werden.
  • Anders als beim regulären Kurzarbeitergeld ist kein Erholungsurlaub aus dem laufenden Kalenderjahr zur Vermeidung von Kurzarbeit vorrangig zu nehmen. Es muss lediglich bestätigt werden, dass Resturlaubsansprüche aus dem Vor- jahr vorrangig abgebaut wurden. 
  • Entgegen den Regelungen beim regulären Kurzarbeitergeld müssen ebenfalls im Zeitarbeitskonto keine Minusstunden aufgebaut werden. Allerdings gilt weiterhin, dass vor Kurzarbeit die Überstunden abgebaut werden müssen.

Wir empfehlen Ihnen, dass neue Formular für Anträge zur Kurzarbeit verursacht durch die Corona Pandemie zu nutzen.

Weitere Informaionen zur Abrechnung und Antragsstellung finden Sie in diesem

 Video-Tutorial



Corona-Grundsicherung für Mitarbeiter und Soloselbstständige

Die Ausbreitung des Coronavirus hat spürbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Eine Folge sind bei vielen Menschen Sorgen um die finanzielle Existenz. Die Agentur für Arbeit informieren Sie darüber, welche Unterstützung in dieser Situation der Bezug von Grundsicherung (auch genannt: Arbeitslosengeld II) für Sie möglich sein kann.

Der Zugang zu dieser finanziellen Leistung wurde durch das Sozialschutz-Paket der Bundesregierung vorübergehend erheblich erleichtert. Vor allem Familien mit geringem Einkommen und Selbstständige ohne oder mit nur wenigen Angestellten werden dadurch gestärkt. 

Selbstständige, die ihren privaten Lebensbedarf nicht bestreiten können, haben die Möglichkeit bei der Arbeitsagentur ALG II zu beantragen. Hierfür gibt es im Rahmen der Corona-Krise ein vereinfachtes Antragsverfahren. Es sind lediglich die Anlage VA und KAS auszufüllen.

Eine umfangreiche Vemögensprüfung findet nicht statt. Lediglich eine Abfrage, ob mehr als 60.000 € Vermögen vorliegt. Auch sind Einnahmen und Ausgaben nicht detailliert darzustellen. Eventuell kann es aber im Nachgang zu weiteren Prüfungen kommen.