corona, hand, virus, coronavirus, wash, covid, 19, sanitizer, sanitiser, work, cleaning, hygiene, gel, people, soap, alcohol, hospital, man, protection, quarantine, 2019-ncov, antibacterial, bathroom, china, cleanse, cleansing, covid-19, epidemic, faucet, flu, foam, forearm, hot, influenza, male, ncov, outbreak, person, prevention, rub, running, scrubbing, sick, sink, water, wrist, wuhan
rcfotostock - stock.adobe.com

Infektions- und Arbeitsschutz im Handwerk

Als Handwerksbetrieb haben Sie täglich Kontakt zu zahlreichen Personen, Lieferanten und Kunden. Mit einfachen Maßnahmen können Sie helfen, sich selbst und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Schützen Sie sich und Ihre Mitarbeiter

Einfache Hygienemaßnahmen spielen eine wichtige Rolle, um sich und andere vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

Dieser Inhalt wird Ihnen aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellung nicht angezeigt. Bitte stimmen Sie den externen Medien in den Cookie-Einstellungen zu, um den Inhalt sehen zu können.



Zum Schutz vor dem Corona-Virus wird empfohlen, beim Einkauf einen sichtbaren Abstand zu anderen Menschen zu halten. Diese Maßnahme dient dem Schutz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Kundschaft gleichermaßen. In vielen Geschäften werden dazu bereits Aushänge oder auch Bodenaufkleber in Kassenbereichen eingesetzt. Nachfolgendes  Plakat könne Sie gerne auf handelsüblichen Druckern ausdrucken und in Bereichen mit Publikumsverkehr aushängen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt unter Infektionsschutz.de Antworten auf die häufigsten Fragen zum Coronavirus.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat in ihrer Internetpräsenz eine Reihe von  Tipps zur Arbeitsgestaltung in Form von Antworten auf häufig gestellte Fragen  FAQ veröffentlicht.

Insbesondere die  Hinweise für Handwerker auf Baustellen,  Hygienetipps für Sanitäre Anlagen und Oberflächenreinigung bei gemeinschaftlich genutzten Arbeitsplätzen sollten beachtet werden.

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus von Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit erhalten Sie  hier.

Tagesaktuelle Fallzahlen zur Ausbreitung in Deutschland finden Sie  hier.



Arbeitsschutzstandards (Update)

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurde vom Kabinett der Bundesregierung in einer Neufassung erlassen.

Dabei wurde das Thema der "Schutzimpfung" neu mit aufgenommen. Arbeitgeber*innen haben den Beschäftigten zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Zudem hat der/die Arbeitgeber*in die Betriebsärzte und die überbetrieblichen Dienste von Betriebsärzten, die Schutzimpfungen aus Gründen des Bevölkerungsschutzes im Betrieb durchführen, organisatorisch und personell zu unterstützen. Darüber hinaus haben Arbeitgeber*innen die Beschäftigten im Rahmen der betrieblichen Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung an COVID-19 aufzuklären und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu informieren. 

Neu ist auch die Möglichkeit, dass Arbeitgeber*innen bei der Festlegung und der Umsetzung der Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes einen ihnen bekannten Impf- oder Genesungsstatus der Beschäftigten berücksichtigen können. Nach aktuellen Aussagen des BMAS besteht eine entsprechende Auskunftspflicht der Beschäftigten jedoch nicht.

Ansonsten bleiben die Vorgaben zum betrieblichen Infektionsschutz bestehen. Die bestehenden Arbeitsschutzregelungen, wie die Kontaktreduzierung, die Testangebotspflicht sowie die Verpflichtung zur Erstellung und Aktualisierung betrieblicher Hygienekonzepte bestehen in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung weiter fort:

  • Homeoffice: Die Homeoffice-Pflicht entfällt. Freiwillig können Arbeitgeber ihren Mitarbeiter*innen jedoch auch weiterhin das Arbeiten im Home-Office ermöglichen, um sie bestmöglich vor einer Infektion zu schützen.
  • Testangebotspflicht in Betrieben: Die Testangebotspflicht bleibt bestehen. Arbeitegeber müssen auch weiterhin allen in Präsenz arbeitenden Beschäftigten zwei wöchentliche Testmöglichkeiten anbieten. Dabei können Mitarbeiter*innen, deren Schutz anderweitig sichergestellt werden kann, etwa aufgrund eines vollständigen Impfschutzes oder einer Genesung, vom Testangebot ausgenommen werden.
  • Begrenzung der Beschäftigtenzahl in geschlossenen Arbeits- und Pausenräumen
  • Bildung von festen betrieblichen Arbeitsgruppen
  • Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz bei unvermeidbarem Kontakt und
  • Die Erstellung und Umsetzung von betrieblichen Hygienekonzepten

Mit den Anpassungen der Corona-ArbSchV gelten die grundlegenden Arbeitsschutzregeln für die Dauer der epidemischen Lage nationaler Tragweite bis einschließlich 24. November 2021.

 SARS-COV-2-Arbeitsschutzverordnung



Zusätzliche Maßnahmen und Informationen während der Pandemie

Weitere Informationen zur Corona-Arbeitsschutzverordnung und Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Arbeitdschutzregelungen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter  FAQ zur Corona-Arbeitsschutzverordnung.

Zahlreiche Berufsgenossenschaften haben branchenspezifische Arbeitsschutzstandards entwickelt, die regelmäßig nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aktualisiert werden. Wir empfehlen, die branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards in der betrieblichen Tätigkeit umzusetzen.

 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk

 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Kosmetik-, Nagelstudios und Fußpflegeeinrichtungen

 SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard für die Gebäudereinigung

 SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe

 Handlungshilfe für Betriebe BGHM

 BGHW - Empfehlungen zum Schutz der MA im Handel und in der Warenlogistik

 BG ETEM - Branchenspezifische Informationen

 BGN-Handlungshilfen für Betriebe



In der SARS-CoV-2-Arbeitschutzverordnung sind zusätzliche Maßnahmen geregelt, um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten während der Pandemie zu gewährleisten.

 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard 

 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

 Homeoffice - Rechte und Pflichten



Alles zur Testung

Kaum ein Thema bewegt die Menschen derzeit mehr als die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-Cov-2. Wie der aktuelle Stand in Nordrhein-Westfalen ist, welche Aufgaben Bund, Länder und Kommunen dabei übernehmen und weitere Informationen zu den Impfzentren und zum Impfablauf finden sie  hier.

Alle Informationen rund um die Testung im Betrieb, Bescheinigungen und weitere Tipps sowie Tutorials finden Sie unter  Corona Tests in Unternehmen - FAQ sehr ansprechend und praxisnah aufbereitet!

Mit dem Impfangebot für alle wird es neue Regeln für die Bürgertestung geben. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Corona-Tests für Bürger finden Sie im nachfolgenden  FAQ Bürgerstest Bundesregierung .



Erleichterungen für körpernahe Dienstleistungen (Friseur, Kosmetik, Körperpflege)

 Nach der seit dem 23.08.2021 geltenden Coronaschutzverordnung können sich nicht geimpfte Beschäftigte, die körpernahe Dienstleistungen wie das Friseurhandwerk, Kosmetik oder Körperpflege ausüben, zweimal wöchentlich im Rahmen einer Beschäftigtentestung nach § 4 der Corona-Test- und-QuarantäneVO beim Arbeitgeber kostenlos testen lassen. Die Testung der Beschäftigten ist von eigenem fachkundigen oder geschultem Personal durchzuführen, muss kontinuierlich erfolgen und ist zu dokumentieren.

Die Beschäftigtentestung muss nicht zwingend in einem Testzentrum, sondern kann auch im eigenen Betrieb durchgeführt werden, sofern das testende Personal eine dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, die es im Rahmen einer entsprechenden (Online)-Schulung / E-Learning-Kurs/ Zertifizierung erlangt hat. Rein vorsorglich verweisen wir darauf, dass seitens des Arbeitgebers keine Verpflichtung zum Angebot der betriebseigenen Testung mit geschultem Personal besteht. Der Arbeitgeber muss lediglich eine Testmöglichkeit anbieten. Sollte der Arbeitgeber also keinen zertifizierten Test anbieten, sind die betroffenen Beschäftigten dazu verpflichtet, außerhalb ihrer Arbeitszeit alle 48 Stunden ein Testzentrum aufzusuchen.

Siehe hierzu § 4 Beschäftigtentestung der aktuellen  Corona-Test- und-QuarantäneVO.



 Corona-Test- und Quarantäneverordnung Mitarbeiterbescheinigung

 ZDH - Corona - Testungen FAQ - Umgang mit Testungen in Betrieben

 Anzeige Coronavirus Beschäftigtentestung MAGS



Bezugsquellen für Schnell- und Selbsttests sowie Schutzausrüstung 

 Eco finder - Prortal des DIHK 

 PROTECT(X) - Wegweiser für Desinfektionsmaterialien, Schutzausrüstung und Testverfahren in NRW

 vbw - Plattform für Coronaschutzprodukte

Weitere Informationen zur Testung finden sie auf der Seite des  MAGS NRW.

Eine Übersicht der zugelassenen Schnelltests finden sie  hier.



Handwerkereinsatz

Die Erbringung handwerklicher Leistungen (u.a. Reparaturleitungen) in der Wohnung des Kunden ist bislang nicht untersagt und somit (noch) grundsätzlich zulässig. Bei der beruflichen Tätigkeit müssen die Beschäftigten deshalb weit wie möglich geschützt werden.

Um der Arbeitgeberverantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz nachzukommen und sich gegen mögliche Ansprüche im Schadensfall abzusichern, sollte das Infektionsrisiko in einer schriftlichen Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden.

Dieser Gefährdungsbeurteilung wird eine passende Betriebsanweisung mit Verhaltensregeln zugeordnet. Darüber werden die Beschäftigten in einem Kurzgespräch mit Verweis auf die Inhalte der Betriebsanweisung unterwiesen. Die Beschäftigten unterschreiben ein Unterweisungsprotokoll.



Empfohlene Schutzmaßnahmen für Handwerker im Außendienst

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen, wie das Abstandhalten von anderen Personen und Einhaltung von Hygieneregeln (Husten und Niesen in die Ellenbeuge oder Taschentuch, regelmäßige Händereinigung, nicht an Mund, Nase und Augen fassen) werden für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst während der Corona-Pandemie folgende weitergehende Maßnahmen und Vorgehensweisen empfohlen:

  • Beschäftigte, die Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit fernbleiben.
  • Unterweisung zu grundlegenden Hygieneregeln (Abstand halten, Begrüßung ohne Handschlag, Husten/Niesen in die Armbeuge, regelmäßige Händereinigung, Berühren des Gesichts vermeiden etc.)
  • Für den Weg zum Kunden vorzugsweise Individualverkehr nutzen, wenn möglich Einzelfahrten. Bei Sammelfahrten mit Firmenfahrzeugen sollte die Anzahl der Personen im Fahrzeug möglichst durch parallele Nutzung von Privatfahrzeugen reduziert werden.
  • Ausstattung der Fahrzeuge mit Papiertüchern, Müllbeutel und Reinigung.
    Die Oberflächen gemeinschaftlich genutzter Fahrzeuge sind im Anschluss an eine persönliche Nutzung mit handelsüblichen Haushaltsreinigern zu reinigen (vgl. hierzu auch  Info der BAuA )
  • Direkte Kundenkontakte auf ein Mindestmaß reduzieren, dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Auf eine Gegenzeichnung von Dokumenten z.B. Stunden-nachweisen; Regieberichten durch den Auftraggeber sollte verzichtet werden.
  • Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten vermeiden, auch hier möglichst Abstand voneinander halten (mindestens 1,5 Meter).
  • Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.
  • Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausen-möglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.
  • Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Arbeitsbereiche regelmäßig lüften.
  • Die gründliche Reinigung der Hände (mindestens 20 Sekunden) ist vor der Nahrungsaufnahme und nach dem Toilettengang zwingend und sollte auch vor dem Verlassen des Arbeitsortes nach Beendigung der Arbeiten vorgenommen werden.
  • Auch wenn in den meisten Fällen Seife und Handtücher vor Ort vorhanden sind, kann das Mitführen von sauberen Papierhandtüchern und Seife sinnvoll sein. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative. (Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung)

Die deutsche gesetzliche Unfallversicherung DGUV hält eigene übergeordnete Informationen bereit und listet die Links zu den Corona-Sonderseiten der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der gesetzlichen Unfallkassen auf. Darüber hinaus gibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wertvolle Tipps.

 www.dguv.de/de/corona/index.jsp



Einsatz in Quarantänehäusern

Bitte nur im äußersten Notfall und unter massiven Schutzvorkehrungen! Handwerker sollten auch dringliche Einsätze in Wohnungen oder Häusern auf einen gesundheitlich unbedenklichen Zeitpunkt verschieben sollen, deren Bewohner in Quarantäne aufgrund des Covid-19-Virus sind.

Allenfalls Arbeiten an unaufschiebbaren Gefahrenherden am Gebäude, die die Sicherheit der Bewohner bedrohten, könnten einen Handwerkereinsatz in einem Gebäude, das akut der Quarantäne dient, rechtfertigen. Die Handwerker, die einen solchen Noteinsatz durchführen, müssen nach Maßgabe des RKI zwingend Schutzbrille, eine Atemschutzmaske Klasse FFP 3, einen Einmal-Überkittel sowie Latexhandschuhe tragen und Händedesinfektion betreiben. Darüber hinaus müssen diese Kräfte im An- und Ablegen von Schutzkleidung geschult sein. 

Handwerker, die unter den genannten Schutzvorkehrungen Arbeiten in Quarantäne-Aufenthaltsbereichen durchgeführt haben, gehören anschließend zum Kreis der Kontaktpersonen, die selbst in Quarantäne gehen müssen, falls am Einsatzort eine in Quarantäne befindliche Person positiv auf den Covid-19-Erreger getestet wurde.

Weitere Details zum Handwerkereinsatz und Haftungsfragen finden Sie im

 FAQ Corona





Einheitliche Quarantäneregeln für Einreisende

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat mit den Innen- und Gesundheitsministerien von Bund und Ländern eine "Musterverordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus" erarbeitet und abgestimmt.

Deutsche, EU-Bürger und langjährig in Deutschland lebende Ausländer sollen künftig grundsätzlich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne, wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik zurückkehren. Die Quarantäne gilt für Menschen, die sich für mehrere Tage im Ausland aufgehalten haben. Ausgenommen sind Berufspendler (48 Std. oder 72 Std. Aufenthalt außerhalb Deutschlands) sowie für Kurzzeiteinsätze von Mitarbeitern einzelner Berufsgruppen (5 Tage außerhalb Deutschlands). Weitere Ausnahmen oder Sonderbestimmungen gibt es noch für bestimmte Gruppen wie etwa Lastwagenfahrer, Saisonarbeiter und medizinisches Personal.