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HWK-Corona-Hotlines: Über 2.000 eingegangene Anrufe

Aktuelle Bilanz der Unternehmens-, Rechts- und Ausbildungsberatung

Verunsicherung zeichnet sich in Zeiten der Corona-Pandemie auch im regionalen Handwerk ab. Um vor diesem Hintergrund auf möglichst alle Fragen unkompliziert und schnell reagieren zu können, bietet die Handwerkskammer (HWK) Dortmund seit Mitte März spezielle Corona-Hotlines an. Ein Service, der seit seiner Einführung stark genutzt wird: über 2.000 Anrufe sind bisher bei den Beratern der Unternehmens-, Rechts- und Ausbildungsberatung eingegangen. Neben Anrufen von Auszubildenden und Prüfungsteilnehmern informierten sich vorwiegend Unternehmer über Möglichkeiten, stabil durch die Krise zu kommen.

Gabor Leisten, Leiter der HWK-Unternehmensberatung:

„Das Gros der Anrufe geht in unserem Fachbereich bei insgesamt elf Beratern ein. Ganz klar im Fokus steht das Thema Soforthilfe gefolgt von Fragen zu steuerlichen Hilfen und zum Kurzarbeitergeld. Dafür interessieren sich Handwerksunternehmer aller Gewerke. Besonders intensiv nutzen aber Friseure und Kosmetiker unsere Hotline, was sich mit dem derzeitigen Beschäftigungsverbot für diese Berufsgruppen erklären lässt. Existenzängste und Verunsicherung über den Fortlauf der andauernden bundesweiten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus bestimmen die Beratungsgespräche. Hier unterstützen wir aktiv bei der Auswahl passender Förder- und Ausgleichsinstrumente und beim Beantragungsprozess. So gibt es auch schon erste Rückmeldung von Unternehmern, dass die Soforthilfe bereits ausgezahlt wurde. Oftmals lassen sich in den Beratungen aber auch Missverständnisse aufklären. Daher empfehlen wir, sich lieber einmal mehr bei uns zu melden und unsere täglich aktualisierten online FAQ-Seiten und auch unser Video-Tutorial für den Antrag zu Soforthilfe

Vivien Gravenstein, Assessorin bei der HWK-Rechtsberatung:

„Die meisten Betriebsinhaber, die unser vierköpfiges Team kontaktieren, sind Einzelunternehmer oder haben nur wenige Mitarbeiter. Mitte März, noch vor Einführung des Kontaktverbots, ging es den Anrufern hauptsächlich um das richtige Verhalten mit Blick auf die ersten Schutzverordnungen von Land und Bund, wie beispielsweise Hygienemaßnahmen im Betrieb. Nach der Einschränkung diverser Tätigkeiten bis hin zum teilweise kompletten Ausübungsverbot für einzelne Berufsgruppen stiegen auch in unserem Fachbereich die Anrufe von Kosmetikern, Änderungsschneidern sowie von Inhabern aus Betrieben, in denen auch Waren verkauft werden. Es bestand viel Verunsicherung im Umgang mit Untersagungen. Zudem kamen oft Missverständnisse auf, was das Verbot der Betriebsausübung betraf, da die Ordnungsämter gerade in der Zeit vor Erlass der aktuell gültigen Corona-Schutz-Verordnung (CoronaSchVO) den vorherigen Erlass des Ministeriums sehr unterschiedlich ausgelegten. Betrieben wurde die Öffnung teilweise untersagt, obwohl diese Tätigkeiten aus unserer Sicht mit dem Erlass vereinbar waren. Auf NRW-Ebene haben die Handwerksorganisationen deshalb ein Muster entworfen, das den Betrieben für die Kommunikation mit den Ordnungsämtern zur Verfügung gestellt wurde. Auch haben wir den direkten Kontakt zu den Ordnungsämtern gesucht. Wir raten weiterhin dringend, sich tagesaktuell auf den Plattformen der offiziellen Stellen wie den Handwerks-organisationen, den Städten sowie der Landes- und Bundesregierung zu informieren, um verlässliche Informationen rund um die zulässige Ausübung der verschiedenen Tätigkeiten zu erhalten.“

Tobias Schmidt, Leiter der HWK-Ausbildungsberatung:

„Unser Beraterteam beantwortet am häufigsten Fragen zum Kurzarbeitergeld sowie zum Prüfungs- und Berufsschulausfall. Außerdem verzeichnen wir aufgrund der aktuellen Situation einen Rückgang der Kontaktaufnahme von Ausbildungsplatzsuchenden. Das mag mit der allgemeinen Kontaktbeschränkung sowie dem Ausfall von Praktika und den Unsicherheiten gegenüber der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhängen. Auch während dieser schwierigen Zeit versuchen wir in unseren Beratungen neben der Unterstützung bei Sofortmaßnahmen auch auf Fragen, die die Zukunft betreffen, zu reagieren. Ausbildung ist auch nach der Krise ein Grundpfeiler des gesunden Handwerks. Hier stehen wir unseren Mitgliedern sowie jungen Menschen mit dem Wunsch nach einer Karriere im Handwerk mit allen nötigen Informationen zur Seite. Über die wichtigsten Neuigkeiten können sich sowohl Unternehmer als auch Jugendliche auf unseren Social-Media-Kanälen wie Facebook, Twitter und Instagram informieren.“

Kätrin Brillowski
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