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logoboom/123RF
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Gemeinsame Position von IHK zu Dortmund und HWK Dortmund anlässlich des Gesprächs der Akteure der Stadtgesellschaft mit der Deutschen Umwelthilfe e.V.

Die im Frühjahr 2020 ergriffenen Maßnahmen zur Einhaltung der Stickstoffdioxid-Werte waren ein Kompromiss, der für die Dortmunder Wirtschaft deshalb akzeptabel war, weil er Planungssicherheit mit sich brachte.

 Vor diesem Hintergrund sollten heute (27. August 2020) folgende Fakten festgehalten werden:

  • Die Stickstoffdioxid-Werte sind deutlich gesunken, die Grenzwerte werden im Jahr 2020 voraussichtlich an allen Messstationen im Dortmunder Stadtgebiet eingehalten.
  • Die gesunkenen Werte sind nicht zuletzt auf das Engagement der Wirtschaft zurückzuführen. 80 Prozent der Maut-Kilometer werden durch Fahrzeuge mit Euro-6-Norm erbracht.
  • Die aktuellen Einschränkungen belasten die Mobilität und führen zu einer spürbaren Beeinträchtigung für Güterverkehr und Handwerksbetriebe. Beispielsweise sorgen die Pförtnerampeln an der Brackeler Straße und an der Ruhrallee für Staus und wegen der Umwege für größere Fahrtdistanzen.
  • Auf der Basis dieser Fakten appellieren wir, dass die massiven Einschränkungen für die derzeit angeschlagene Wirtschaft wieder zurückgenommen werden. Das LKW-Fahrverbot auf der B1 sollte nicht weiter verschärft und die Erreichbarkeit der Innenstadt durch Tempo 30 auf den Hauptstraßen nicht zusätzlich erschwert werden.
  • Stattdessen muss ein konsequentes Mobilitätsmanagement den Pendlern den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel erleichtern. Fördernde Maßnahmen sind Restriktionen vorzuziehen.

Stefan Peltzer, IHK-Referatsleiter für Mobilität, Verkehr und Logistik
„Wenn Unternehmen und Arbeitsplätze in Dortmund so akut in Gefahr sind wie
momentan, dann sollte es für die Verantwortlichen eine Selbstverständlichkeit sein, die
Belastungsschraube wieder zurückzudrehen, sobald die Grenzwerte dauerhaft
eingehalten werden. Die Verschärfungen im Luftreinhalteplan dürfen keine
Einbahnstraße sein.“

Philipp Kaczmarek, Referent der HWK-Geschäftsführung
„Wir begrüßen den Austausch aller Akteure und setzen uns weiterhin gemeinsam mit
allen Beteiligten dafür ein, dass keine zusätzlichen verkehrsbeschränkenden
Maßnahmen umgesetzt werden müssen. Die Betriebe in Dortmund brauchen
wirtschaftliche Planungssicherheit und gerade in Corona-Zeiten keine weiteren
Unsicherheitsfaktoren.“

Brillowski, Kätrin
Ardeystraße 93
44139 Dortmund
Tel. +49(231)5493-113
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