Corona
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Friseure und Fußpflege dürfen wieder öffnen

Lockdown bis 7. März - Seit 1. März erste vorsichtige Lockerungen unter strikten Hygieneauflagen

Trotz eines deutlichen Rückgangs des Infektionsgeschehens in Deutschland und NRW wird der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weitgehend bis zum 7. März verlängert. Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig. Dies wurde am 10. Februar in einer gemeinsamen Videokonferenz vereinbart. Die Länder haben ihre Landesverordnungen entsprechend angepasst und bis zum 7. März 2021 verlängert.  Die  aktualisierte Corona-Schutzverordnung NRW setzt die Ergebnisse der jüngsten Beratungen der Regierungschefinnen und -chefs mit der Bundeskanzlerin um. Sie wurde zuletzt am 22. Februar aktualisiert und gilt bis zum 7. März 2021.

  • Friseurbetriebe können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken ab dem 1. März wieder öffnen. Weiterhin verweisen wir auf die kürzlich aktualisierten  Arbeitsschutzstandards der BGW  sowie auf die Hinweise zu den Infektionsschutzanforderungen des MAGS NRW, welche als Hinweis und Auslegungshilfe zu verstehen sind, hin.  Gemäß Hinweis ist die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch Beschäftigte und Kunden auf das zwingend betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren. Entsprechend der Regelungen im Handel darf pro angefangene 10 qm Geschäftsfläche maximal eine Kundin/ein Kunde gleichzeitig anwesend sein.
  • Ebenfalls dürfen Leistungen der nichtmedizinischen Fußpflege ab dem 1. März erbracht werden. Auch hier verweisen wir auf die Infektionsschutzhinweise.
  • Weitere Lockerungen für die Wirtschaft sollen ab einer „stabilen“ Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner erfolgen. Dann sollen der Einzelhandel, Galerien sowie noch geschlossene Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder öffnen können. Eine Begrenzung von einem Kunden pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche ist vorgesehen.
  • Für Hotels, Restaurants, Kulturbetriebe und Freizeitunternehmen gibt es keine festgelegten Öffnungsschritte. Hier arbeiten Bund und Länder weiterhin an einer sicheren und gerechten Öffnungsstrategie, um Unternehmen eine Planungsperspektive zu geben.
  • Die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften bleibt bestehen. Das sind OP-Masken sowie Masken der Standards KN95 oder FFP2. Generell wird in Innenräumen die Nutzung medizinischer Masken angeraten.  Dazu müssen in allen Einrichtungen Hygienekonzepte konsequent umgesetzt und vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse – etwa bezüglich Virusmutanten – gegebenenfalls angepasst werden.

Die  Überbrückungshilfe III des Bundes kann ab sofort über prüfende Dritte beantragt werden. Hier finden sie den Beschluss der Bund-Länder-Konferenz vom 10. Februar 2021. Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung ist für den 3. März geplant.



Weiterhin gültige Regelungen für das Handwerk:

Grundsätzlich können gemäß der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung Handwerksleistungen (Bauhandwerke/ Elektrohandwerke / Metallhandwerke etc.) erbracht werden und Einrichtungen des Handwerks geöffnet bleiben, sofern nachfolgend keine spezielleren Regeln gelten.

Handelsbereiche und Märkte bei Handwerken 

Handelsbereiche sind wie der Einzelhandel zu schließen. Anders als im letzten Lockdown ist auch der Betrieb von Baumärkten und Baustoff-Fachhandel für Verbraucher untersagt. Für gewerbliche Kunden darf geöffnet bleiben.

Lebensmittelhandwerke

Der normale Außer-Haus-Verkauf ist weiterhin erlaubt, die Vor-Ort-Gastronomie (50 m-Umkreis um Betriebsstätte) ist untersagt.

Gesundheitshandwerke

Sämtliche medizinisch notwendige Handwerksleistungen sind erlaubt. Optiker, Hörakustiker, Sanitätshäuser, Orthopädieschuhmacher und -techniker dürfen geöffnet bleiben.   

Kosmetik / Massage / Nagelstudios 

Sämtliche Tätigkeiten sind untersagt (auch der Handel im Ladengeschäft mit Kosmetika).

KFZ / Zweiräder

Werkstätten dürfen geöffnet bleiben. Zubehör darf verkauft werden (im Zusammenhang zur Reparatur). Der Handel ist untersagt. Autovermietungen sind gestattet.

Fotografie

Produktfotografie und Personenfotografie sind unverändert erlaubt. Mangels konkreter Regelungen sind jedoch die Einschränkungen für Kontaktbeschränkungen zu beachten (5 Personen /  2 Hausstände / Mindestabstand etc.).

Schneider / Goldschmiede etc.

Der Mindestabstand von 1,5 m darf nicht unterschritten werden. Das Maßnehmen am Kunden ist daher nicht gestattet. Die reine handwerkliche Leistung (Anfertigung der Maßarbeit) bleibt zulässig.

Verkauf / Handel / Bestellungen 

Grundsätzlich ist der Lieferdienst / Versandhandel zulässig. Auch das Abholen von Bestellungen ist zulässig. Das gilt auch für Gutscheine. Die Abholung bestellter Waren durch Kunden ist nur zulässig, wenn sie unter Beachtung von Schutzmaßnahmen vor Infektionen kontaktfrei erfolgen kann.

Der Verkauf von Waren, die mit handwerklichen Leistungen verbunden sind, ist ebenfalls erlaubt (z. B. Fliesen, wenn diese vom Fliesenleger eingebaut werden). Dies gilt auch für Zubehör (z. B. Fahrradschlauch).

Bestattungen 

Bestattungen sind erlaubt, der Mindestabstand darf aber nur zwischen den nahen Angehörigen unterschritten werden. Sonst gelten die allgemeinen Regeln.

Reinigungen

Tätigkeit darf fortgeführt werden.



 Allgemeines

 Für die Geschäftslokale von Handwerkern und Handelseinrichtungen gilt,  dass die Anzahl von gleichzeitig in Handelseinrichtungen anwesenden Kundinnen und Kunden eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen darf. Gleichzeitig besteht in Geschäften eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken. Das sind OP-Masken sowie Masken der Standards KN95 oder FFP2. Alltagsmasken aus Stoff reichen nicht aus.

 Bei den ausnahmsweise zulässigen Handwerks- und Dienstleistungen ist neben strikter Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln auf eine möglichst kontaktarme Erbringung zu achten. Bei gesichtsnahen  Dienstleistungen, bei denen die Kundin oder der Kunde keine Alltagsmaske tragen und der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, müssen Beschäftigte während der Behandlung mindestens eine FFP2-, eine KN95- oder eine N95-Maske tragen.

 Die Tätigkeiten von Angehörigen der Heilberufe mit Approbation und sonstigen Personen, die zur Ausübung der Heilkunde gemäß § 1 des Heilpraktikergesetzes befugt sind, sind weiterhin zulässig. Bei der Durchführung sollen die jeweils aktuell geltenden Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts beachtet werden.