Elektrofahrzeuge
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Förderung von elektromobilen Nutzfahrzeugen für Handwerksbetriebe

Frist bis 14. September 2020 - Zeitnaher Förderantrag wird empfohlen

Im Rahmen des Konjunkturpakets zur Bewältigung der Coronakrise gibt es aktuell einen Förderaufruf für die Anschaffung von Elektro-Nutzfahrzeugen in Handwerksunternehmen und KMU. Insgesamt stehen 50 Millionen Euro zur Verfügung, die nach dem "Windhundprinzip" verteilt werden. Förderanträge müssen bis zum 14. Septemeber 2020 gestellt werden. Die Abwicklung der Förderung erfolgt über den „Projektträger Jülich“ (PtJ). Ein zeitnaher Förderantrag ist anzuraten, da trotz des offiziellen Titels des Förderaufrufes de facto Unternehmen aus allen Branchen Förderanträge stellen können, wenn sie
die KMU-Kriterien erfüllen.

Das Förderprogramm unterstützt die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und betriebsnotwendiger Ladeinfrastruktur. Für Handwerksunternehmen ist Voraussetzung der Förderfähigkeit lediglich die Eintragung in der Handwerksrolle bzw. ein Eintrag in die Verzeichnisse für zulassungsfreie Handwerke und handwerksähnliche Gewerbe (gemäß Anlagen zur Handwerksordnung). Demnach werden auch Handwerksunternehmen gefördert, die nicht der KMU-Definition
entsprechen. 

Einen Investitionszuschuss erhalten antragsberechtigte Unternehmen, die Fahrzeuge der Zulassungsklassen N1 bis N3 (d.h. Fahrzeuge mit LKW-Zulassung sowohl unterhalb wie oberhalb von 3,5 Tonnen) anschaffen. Hybride und Plug-in-Hybride sind nicht förderfähig. Pro Unternehmen werden maximal 40 % der Mehrkosten gegenüber einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor bezuschusst. Für mittlere und kleine Unternehmen kann gemäß Förderrichtlinie ein zusätzlicher Bonus von 10 % bzw. 20 % zur Förderquote gewährt werden, „sofern das Vorhaben andernfalls nicht durchgeführt werden kann“. Eine Inanspruchnahme der Förderung für elektromobile Nutzfahrzeuge sowie eine zusätzliche Beantragung des Umweltbonus (inkl. Innovationsprämie) oder die Inanspruchnahme von Landesförderungen für dasselbe Fahrzeug sind nicht möglich.

Weitere Informationen

Auf der Seite des Projektträgers Jülich werden zu den einzelnen Fragen weitere Dokumente, Musterschreiben (z. B. zur Bestätigung der Kommune, KMU-Erklärung) und sonstige Tools (z. B. zur Berechnung der förderfähigen Kosten) zur Verfügung gestellt: 

Für die Beratung bei der Antragsstellung stehen Ansprechpartner des Projektträgers Jülich (PtJ) zur Verfügung. (Tel.: 030-20199 3500, Mail: ptjevi2-emob@fz-juelich.de). 

Siegfried Riemann

Siegfried Riemann

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