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Eine lebendige Stadt Hagen braucht Mobilität

Gemeinsames Statement der HWK Dortmund, SIHK zu Hagen und der KH Hagen zu den Vergleichsverhandlungen des Landes NRW und der Stadt Hagen mit der Deutschen Umwelthilfe e. V. vor dem OVG Münster

Industrie, Handel, Dienstleistungen und das Handwerk zeigen sich erleichtert, dass sich das Land NRW, die Stadt Hagen und die Deutsche Umwelthilfe e. V. auf einen Vergleich geeinigt haben und so ein Diesel-Fahrverbot in Hagen vermieden wird.

Nachhaltigkeit ist für die Wirtschaft von herausragender Bedeutung. Die Handwerkskammer Dortmund (HWK), die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und die Kreishandwerkerschaft Hagen (KH) begrüßen daher grundsätzlich Maßnahmen, die dem Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz dienen. Allerdings muss eine moderne Verkehrspolitik mit Augenmaß gestaltet werden und ökologische und ökonomische Aspekte gleichermaßen berücksichtigen.
„Vor allem für das Handwerk hätten umfangreiche Fahrverbote existenzielle Auswirkungen. Handwerksunternehmen sind darauf angewiesen, ihre Kunden in den Innenstädten zu erreichen. Mobilität gehört zum Geschäftsmodell von Handwerkern und sperrige Teile und Werkzeuge lassen sich nun mal nicht zu Fuß oder mit der Bahn zum Kunden transportieren. Daher ist es wichtig, dass mit der Einigung aller Akteure nun Planungssicherheit über den Umfang der Einschränkungen herrscht“, kommentiert HWK-Hauptgeschäftsführer Carsten Harder das Verhandlungsergebnis.

„Wir befürchten allerdings, dass die angekündigten Einschränkungen absehbar immer wieder Stauungen erzeugen werden. Die Innenstadt und insbesondere der Einzelhandel sowie Lieferverkehre sind auf eine gute Erreichbarkeit angewiesen“, so Dr. Ralf Geruschkat, Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK). „Weniger Parkraum geht zu Lasten des innerstädtischen Einzelhandels sowie der Hagener Gastronomie und Hotellerie. Umso wichtiger ist es, den ÖPNV weiterhin zu stärken und noch attraktiver zu machen“, so Dr. Geruschkat.

KH-Geschäftsführer Dr. Michael Plohmann gibt zu bedenken: „Das verhandelte Maßnahmenpaket halten wir für akzeptabel. Allerdings könnte die Sperrung eines Fahrstreifens des doppelten Linksabbiegers von der Heinitzstraße neben einer Reduzierung des Verkehrs auch zu einer vermehrten Bildung von Rückstaus führen.“

Unterm Strich ist die Vermeidung eines Dieselfahrverbots für Hagen also teuer erkauft. Industrie, Handel, Dienstleistungen und das Handwerk werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Hagen weiterhin ihren Beitrag dazu leisten, damit die nun ausgehandelten Maßnahmen Wirkung zeigen und die Einleitung weiterer Schritt abzuwenden.

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