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Corona – Häufigste Fragen rund um das Thema Ausbildung

Der Corona Virus breitet sich auch in Deutschland aus. Dies führt dazu, dass Schulen und andere Bildungseinrichtungen temporär geschlossen sind. Es tauchen von Ausbildungsbetrieben, Auszubildenden, Prüfenden und Prüfungskandidaten, Innungen und Verbänden Fragen auf, welche Auswirkungen auf die Durchführung von Ausbildung und die Durchführung von Prüfungen im Handwerk zu erwarten sind. Die Handwerkskammern möchten mit dieser offenen Fragen- und Antwortliste alle Beraterinnen und Berater in der Handwerksorganisation, vor allem aber auch die Geschäftsstellen der Prüfungsausschüsse, insbesondere bei Innungen, unterstützen. In diesen besonderen Tagen werden überall in NRW die immer gleichen Fragen gestellt. Gerade in den Bereichen Ausbildung und Prüfungswesen muss es unser Ziel sein, überregional vergleichbare und rechtssichere Auskünfte zu geben. Nur indem wir Information und Beratung professionalisieren können wir Unsicherheiten  vermeiden. 
Grundsätzlich ist von allen Geschäftsstellen der Prüfungsausschüsse eine angemessene Risikobewertung im Hinblick auf den Infektionsschutz der an der Prüfung beteiligten Personen vorzunehmen. Aktuelle Risikobewertungen des Robert-Koch-Instituts zum Corona Virus finden Sie hier:

Robert Koch Institut

Im Folgenden werden häufig auftretende Fragen, die im Zusammenhang mit dem Corona Virus und der Durchführung von Ausbildung und Prüfung stehen, beantwortet. Das Dokument dient sowohl für Betriebe und Auszubildende als auch für die geschäftsführenden Stellen (Kreishandwerkerschaften) und selbstständigen Innungen:

Finden Zwischen-, Umschulungs-, Gesellen- bzw. Abschlussprüfungen statt?

Trotz des hohen öffentlichen Interesses an der Aufrechterhaltung der Berufsbildung, einschließlich des Prüfungswesens, überwiegt zum gegenwärtigen Zeitpunkt das übergeordnete Interesse am Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Die Handwerkskammer hat daher allen Innungen und geschäftsführenden Stellen unserer Prüfungsausschüsse empfohlen, alle Gesellen- und Abschlussprüfungen (Teil 1 und Teil 2) sowie Zwischenprüfungen vorerst bis zum 19. April 2020 abzusagen.

Über eine Absage Ihres Prüfungstermins werden Sie in den nächsten Tagen direkt von der Geschäftsstelle Ihres Prüfungsausschusses informiert. Diese sind bei den Kreishandwerkerschaften angesiedelt. Schauen Sie gegebenenfalls auf die Websites der Kreishandwerkerschaften und Innungen. Bitte vermeiden Sie aber telefonische Anfragen, um die Mitarbeiter der Geschäftsstellen nicht bei den wichtigen anstehenden Aufgaben zu blockieren.

Weitere Informationen erhalten Sie bei folgenden Ansprechpartnern:

Was tue ich mit Blick auf eine stattfindende Prüfung, wenn ich am Coronavirus erkrankt bin bzw. der Verdacht einer Erkrankung besteht?

Wenn Sie zum Prüfungstermin am Coronavirus erkrankt sind, dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen. Dies stellt in der Regel einen Rücktritt mit wichtigem Grund dar. Wichtig ist, dass Sie unverzüglich dem Gesellenprüfungsausschuss die Nichtteilnahme mitteilen müssen (per E-Mail) und den wichtigen Grund (Erkrankung) durch Vorlage eines ärztlichen Attestes nachweisen müssen.

Das Gleiche gilt, wenn Sie wegen des Verdachts einer Erkrankung am Coronavirus unter Quarantäne gestellt werden. Auch in diesem Fall dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen, wenn die Prüfung in den Zeitraum der Quarantäne fällt. Auch das ist ein Rücktritt mit wichtigem Grund, den Sie bitte unverzüglich unter Beifügung geeigneter Nachweise (zum Beispiel Bescheinigung vom Gesundheitsamt) dem Gesellenprüfungsausschuss bzw. der geschäftsführenden Stelle mitteilen (per E-Mail). In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

Welche Folgen hat es, wenn ich an der Prüfung aufgrund persönlicher Gründe nicht teilnehmen kann?

Sollten Sie an der Prüfung aus wichtigem Grund nicht teilnehmen, können Sie zum nächstmöglichen Termin (in der Regel sechs Monate später) an der Prüfung teilnehmen. Der wichtige Grund ist unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen. Im Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

Findet die überbetriebliche Unterweisung statt?

Unser gesamter Lehrbetrieb – also auch die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung - ist ab dem 16. März 2020 bis auf Weiteres eingestellt (zunächst bis 19.04.2020 avisiert).  Alle aktuellen Informationen stellen wir immer umgehend auf unsere Homepage. Bitte informieren Sie sich regelmäßig dort. Natürlich nutzen wir auch unsere Social-Media-Kanäle: Facebook, Instagram, Twitter. Die Kurse werden bei Wiederaufnahme des Schulungsbetriebes nachgeholt.

Wir weisen die Auszubildenden explizit darauf hin, dass bei Ausfall der ÜLU-Maßnahmen die Ausbildung im Ausbildungsbetrieb fortgesetzt wird.

Melden Sie sich bei Fragen unter der Hotline: 0231/5493-394

Was passiert, wenn das Berufskolleg geschlossen wird?

Wird die Berufsschule von den zuständigen Gesundheitsbehörden geschlossen (wie vom 16. März bis 19. April 2020), muss der Auszubildende im Ausbildungsbetrieb erscheinen, sofern er nicht unter Quarantäne gestellt ist. Sofern ein Berufskolleg nicht von den zuständigen Gesundheitsbehörden geschlossen wird, besteht grundsätzlich Schulpflicht nach § 43 Absatz 1 SchulG.

Ist ein Auszubildender durch Krankheit oder aus anderen nicht vorhersehbaren Gründen verhindert, die Schule zu besuchen, so benachrichtigt der Auszubildende oder Betrieb unverzüglich die Schule und teilt den Grund für das Schulversäumnis mit. Ausbildende und Auszubildende sollten die Entscheidung über die Nichtteilnahme am Unterricht zur Vermeidung einer Corona-Infektion nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt treffen.

Kann für Ausbilder/-innen Kurzarbeit angeordnet werden?

Aus der Tatsache, dass die Ausbildung auch bei betrieblicher Kurzarbeit möglichst fortgeführt werden sollte, ergibt sich auch, dass für Ausbilder möglichst keine Kurzarbeit bzw. nur in Ausnahmefällen Kurzarbeit in geringerem Umfang angeordnet werden sollte. Die Ausbildungspflicht des Auszubildenden muss auch bei Kurzarbeit im Betrieb Vorrang haben. Es ist zu beachten, dass bei ausbleibender oder mangelhafter Ausbildung sogar im Grundsatz ein Schadensersatzanspruch bei schuldhaftem Verhalten gegenüber dem Ausbildungsbetrieb entstehen kann.

Kann für Auszubildende Kurzarbeit angeordnet werden?

Für Ausbildungsverhältnisse gilt im Vergleich zu abhängig sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hinsichtlich der Fortführung der Ausbildung ein besonderer Schutz. Wird in einem Unternehmen Kurzarbeit durchgeführt, so ist der Betrieb verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbildung der Azubis weiterhin durchzuführen. Er sollte z.B. den Azubis in andere Abteilungen versetzen, Lehrpläne umstrukturieren und andere Inhalte vorziehen, ihn möglichweise in eine Lehrwerkstatt schicken etc. Dies ist naturgemäß in den kleinen Betrieben des Handwerks nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Azubis nicht grundsätzlich von Kurzarbeitergeld ausgeschlossen

Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft oder ist – wie aktuelleine komplette Schließung aller betrieblichen Aktivitäten behördlich vorgegeben, dann kann auch für den Azubi Kurzarbeit angeordnet werden. Dann gilt allerdings zunächst die Pflicht zur Fortzahlung der kompletten Ausbildungsvergütung durch den Ausbildungsbetrieb für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Tarifverträge oder auch Ausbildungsverträge gehen teilweise sogar über die sechs Wochen hinaus. Dies ist also im jeweiligen Einzelfall zu prüfen.
Erst danach kann nach aktuellem Rechtsstand ein Anspruch auf Zahlung von Kurzarbeitergeld für Azubis entstehen.

Info - Fachliche Weisung der Bundesagentur für Arbeit

1.2.4 Anspruch auf Ausbildungsvergütung

 (1) Ist trotz Ausschöpfens aller Möglichkeiten die Kurzarbeit auch für Auszubildende unvermeidbar (2.6 Abs. 6), steht Auszubildenden gem. § 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG ein Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung bis zur Dauer von 6 Wochen zu.

 (2) Die in § 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a BBiG enthaltene Formulierung "bis zur Dauer von 6 Wochen" wird auch in § 3 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) verwandt. Die zu dieser Vorschrift entwickelten Grundsätze sind sinngemäß auf Auszubildende anzuwenden. Danach entspricht die Zeitdauer von 6 Wochen grundsätzlich einer Zeitspanne von 42 Kalendertagen oder - im Falle der 5-Tage-Woche - von 30 Arbeitstagen. Die Frist beginnt mit dem ersten Tag, an dem der Auszubildende wegen Arbeitsmangels mit der Arbeit aussetzen muss und läuft nur an Ausfalltagen. Wird deshalb z.B. die von 40 auf 20 Stunden verminderte Arbeitszeit in einem Betrieb so verteilt, dass in der einen Woche voll, in der anderen Woche nicht gearbeitet wird, endet der Vergütungsanspruch von 6 Wochen nach Ablauf der 12. Woche. Kug könnte somit erst von dem darauffolgen-den Arbeitsausfall ab gewährt werden.

 (3) Bei der Prüfung der Frage, ob Kurzarbeit für Auszubildende notwendig ist, empfiehlt es sich - in Abstimmung mit der Berufsberatung - die nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle (z.B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer) zu beteiligen.

Weitere Infos zur Beantragung hier

Zögern Sie nicht und nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrer zuständigen Arbeitsagentur auf! Sofern bekannt, wenden Sie sich direkt an die Ihnen bekannten Mitarbeiter des Arbeitgeber-Service. Sofern Sie einen Zugang zum Portal der Bundesagentur für Arbeit haben, können Sie den Antrag auch online stellen.

Dieser Inhalt wird Ihnen aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellung nicht angezeigt. Bitte stimmen Sie den externen Medien in den Cookie-Einstellungen zu, um den Inhalt sehen zu können.

Kann dem Auszubildenden gekündigt werden?

Die Anordnung von Kurzarbeit rechtfertigt für sich noch keine Kündigung eines Ausbil-dungsverhältnisses. Erst wenn der Betrieb für längere Zeit vollständig zum Erliegen kommt und damit auch die Ausbildungseignung entfällt, ist eine außerordentliche Kün-digung möglich. In diesem Fall besteht aufgrund der Standardformulierung in den Be-rufsausbildungsverträgen die Verpflichtung des Ausbildenden, sich mit Hilfe der zuständigen Arbeitsagentur um die Fortführung der Berufsausbildung in einer anderen Ausbildungsstätte zu bemühen.
Tatsächlich sollte gerade in diesen Krisenzeiten von Seiten der Betriebe alles Zumutbare unternommen werden, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern oder gar Kündigungen auszusprechen.

Darf ein Auszubildender seine Arbeitsleistung aufgrund einer möglichen Ansteckungsgefahr zurückhalten?

Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Auszubildenden von der Arbeit freizustellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Ausbildungsnachweises) zu Hause zu erlauben.

Hinweis für Auszubildende: Als Auszubildender besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Verlängerung der Ausbildungszeit bis zum nächsten Prüfungstermin.

Erasmus+ Auslandspraktikum -  Hinweise der NA beim BIBB

Aufgrund der weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amtes sollten in Erasmus+ Projekten ab sofort – egal in welche Region – bis auf weiteres keine Personen entsandt werden. Darüber hinaus sollte derzeit im Ausland befindliche Personen – vor allem aus besonders betroffenen Gebieten – die Teilnehmenden zurückgeholt werden. Dazu ist ggf. mit der Botschaft vor Ort Kontakt aufzunehmen.

Klicke hier für aktuelle Informationen der Nationalen Agentur beim BIBB

Übersicht AnsprechpartnerInnen

Ausbildungsberatung - Bitte nutzen Sie aus gegebenem Anlass primär die Hotline: 0231-5493-333

Klaus Engelhardt

Klaus Engelhardt
Ausbildungsberater

Tel. +49(231)5493-642
Fax +49(231)5493-95642
klaus.engelhardt--at--hwk-do.de

Kai Thomaschewski

Kai Thomaschewski
Ausbildungsberater

Tel. +49(231)5493-626
Fax +49(231)5493-95626
kai.thomaschewski--at--hwk-do.de

Volker Rückert

Volker Rückert
Ausbildungsberater

Tel. +49(231)5493-643
Fax +49(231)5493-95643
volker.rueckert--at--hwk-do.de

Martin Kulig

Martin Kulig
Ausbildungsberater

Tel. +49(231)5493-625
Fax +49(231)5493-95625
martin.kulig--at--hwk-do.de

Jörg Hamann

Jörg Hamann
Ausbildungsberater

Tel. +49(231)5493-558
Fax +49(231)5493-95558
joerg.hamann--at--hwk-do.de


Überbetriebliche Ausbildung - Bitte nutzen Sie aus gegebenem Anlass primär die Hotline: 0231-5493-394

Kerstin Ulrich
Gruppenleiterin Lehrgangsplanung, Lehrgangsverwaltung

Tel. +49(231)5493-603
Fax +49(231)5493-95603
kerstin.ulrich--at--hwk-do.de

Christoph Rodermond

Christoph Rodermond
Gruppenleiter Lehrgangsplanung, Lehrgangsverwaltung

Tel. +49(231)5493-851
Fax +49(231)5493-95851
christoph.rodermond--at--hwk-do.de

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