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Angeordnete Schließungen und Einschränkungen

Mit der letzten Aktualisierung der Coronaschutzverordnung sind nahezu alle Dienstleistungen wieder möglich. Es gelten jedoch gewerksbezogene Hygiene- und Infektionsschutzstandards.

Angeordnete Betriebsschließungen

Mit einem maßvoll abgestuften Plan sollen in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Tagen und Wochen die Anti-Corona-Maßnahmen weiter geöffnet werden. Der Stufenplan bietet Betrieben mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit für das wirtschaftliche und öffentliche Leben.

Friseure, Kosmetikstudios sowie die medizinische und kosmetische Fußpflege können ebenfalls unter Hygieneauflagen wieder tätig werden. Hierunter fallen auch „tätowierähnlichen“ Tätigkeiten der Kosmetiker, wie z. B. Permanent Make-up, Micro blading etc. Berufsaus-, -fort und -weiterbildungen sowie das zugehörige Prüfungswesen dürfen wieder stattfinden, sofern u.a. Hygienemaßnahmen und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewährleistet sind.

Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 100 Personen sind unter Auflagen zu Abstands- und Schutzvorkehrungen erlaubt. Hier gelten Regelungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern sowie zur Rückverfolgbarkeit der Zuschauer und Teilnehmer.

Sämtliche Regelungen wurden in der aktualisierten  Coronaschutz-Verordnung eingearbeitet. Das Ministerium hat darüber hinaus  Hygiene- und Schutzstandards für das Friseurhandwerk in Friseursalons (entsprechend bei mobilen Friseurdienstleistungen, podologische Behandlungen sowie Kosmetikbetriebe erlassen. 

Durch die neue Verordnung sollen ab sofort wieder möglich sein:

  • Gastronomisches Angebot in Speisegaststätten, sofern im Innen- und/oder Außenbereich die Einhaltung des Abstandsgebots gewährleistet ist und ein Infektionsschutz- und Hygiene-Konzept durch die Betriebe vorliegt. Buffet-Angebote mit offenen Lebensmitteln bleiben nicht zulässig.
  • Geschäfte sollen unabhängig von ihrer Größe unter Auflagen zu Abstands- und Hygieneregeln (1 Person pro 7 qm Verkaufsfläche) wieder öffnen dürfen.
  • Für Kosmetikstudios und andere Handwerker- und Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, sind die festgelegten  Hygiene- und Infektionsschutzstandards zu beachten.


Handwerker, Dienstleistungsgewerbe, Heilberufe

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen, soweit in den folgenden Absätzen nichts anderes bestimmt ist. Für die Geschäftslokale von Handwerkern und Dienstleisterngelten die Hygiene- und Schutzvorschriften des Handels entsprechend.

Bei Handwerker- und Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, sowie bei körperbezogenen Dienstleistungen (z.B. Sonnenstudios) ist neben strikter Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln auf eine möglichst kontaktarme Erbringung zu achten.



Handel

Gemäß Coronaschutzverordnung in der aktuellen Fassung haben alle Handelseinrichtungen geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen (auch in Warteschlangen) und zur Umsetzung einer Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (§ 2 Absatz 3) zu treffen.

In Einkaufszentren, „Shopping Malls“, „Factory Outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen gilt dies auch für die Allgemeinflächen und die allgemeinen Sanitärräume. Die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen.

Gemäß Coronaschutzverordnung sind Beschäftigte und Kunden zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet

  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 m zum Kunden erbracht werden (§ 7 Absatz 3 Satz 2) außer beim Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr,
  • Dies gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Die Verpflichtung nach Satz 1 kann für Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden.

Weitere Informatione hierzu finden Sie auf der  Internet Sonderseite Corona des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales.