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Oksana Mironova/123rf.com

Andauernder Lockdown bedroht Existenz vieler Friseure

Corona-Hilfen kommen häufig in der Praxis nicht an / HWK-Präsident sieht dringenden Handlungsbedarf

„Die letzten Wochen waren für das Handwerk eine harte Bewährungsprobe“, sagt Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund. Die notwendigen Einschränkungen zum Schutz der Gesundheit hätten die Rücklagen der Unternehmen, die stark von der Pandemie betroffen sind, aufgebraucht. „Viele unserer Betriebe, vor allem die Friseure, stehen kurz vor dem Kollaps.“

Bund und Land hätten zwar umfangreiche Hilfsinstrumente zur Verfügung gestellt, doch bislang hätten zu wenige Betriebe die angekündigten Hilfsgelder erhalten.

Mit am stärksten habe es die Friseure getroffen, da die Betriebe größtenteils durch das Förderraster fielen. So hätten Friseure beispielsweise keinen Anspruch auf die Dezemberhilfen, da sie noch einige Wochen im Dezember öffnen konnten. Es bestehe lediglich Anspruch auf die Überbrückungshilfe III. Diese kompensiere jedoch die Umsatzausfälle nur zu einem Bruchteil und könne überdies noch gar nicht beantragt werden. Abschlagszahlungen seien frühestens im März zu erwarten. Schröder: „Dann ist es für viele Betriebe wahrscheinlich zu spät. Die Hilfen müssen jetzt fließen.“

Erschwerend komme hinzu, dass fast alle Betriebe große Teile der ausgezahlten NRW-Soforthilfe im laufenden Jahr zurückzahlen werden müssen. Geld, das momentan bei den Inhabern gar nicht vorhanden sei.

Der Kammer-Präsident appelliert daher an Land und Bund, bei den Hilfsinstrumenten schnellstmöglich nachzubessern. „Die Maßnahmen sind mit der richtigen Intention konzipiert worden, Unternehmen, die unverschuldet in Existenznot geraten sind, zu unterstützen. Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass die Hilfen auch in der Praxis ankommen. Es stehen zahlreiche Existenzen auf dem Spiel.“

 

Corona-Infoservice für Betriebe

Seit Beginn der Corona-Krise unterstützt die Handwerkskammer Dortmund mit einem eigenen Corona-Infoservice und einer speziell eingerichteten Beratungs-Hotline. Hilfe erhalten Betriebe von der Unternehmensberatung der Handwerkskammer Dortmund
unter der Rufnummer 0231-5493-397

HWK-Corona-Beratung

Jennifer Brox

Jennifer Brox

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